Das Wichtigste: Guthabenkonto
- Kein Dispo, kein Minus: Ein Guthabenkonto kann nicht überzogen werden. Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen laufen nur, wenn genug Guthaben da ist.
- Kein gesetzlicher Begriff: „Guthabenkonto“ beschreibt ein Kontomodell. Gesetzlich geregelt ist nur das Basiskonto nach dem Zahlungskontengesetz (ZKG).
- Echte Guthabenkonten: Die Postbank Giro basis wird nur im Guthaben geführt (4,90 €/Monat), Basiskonten der Sparkassen lassen sich nicht überziehen, bei Trade Republic ist keine Überziehung möglich.
- Dispo abschalten statt wechseln: Bei DKB, C24 oder Norisbank ist ein Dispo möglich. Fragen Sie Ihre Bank nach einer Führung ohne Dispo; eine geduldete Überziehung kann trotzdem möglich bleiben.
- Schufa: Ein Guthabenkonto ist nicht automatisch ein Konto ohne Schufa. Ein Basiskonto darf die Bank aber nicht wegen schlechter Bonität verweigern (mehr unter Girokonto ohne Schufa).
- Kinder und Jugendliche: Konten für Minderjährige laufen in der Regel auf Guthabenbasis, z. B. DKB ab 0 Jahren, comdirect, ING und Commerzbank ab 7 Jahren.
- Meist mit Debitkarte: Eine Kreditkarte mit Kreditrahmen gibt es zum Guthabenkonto in der Regel nicht, wohl aber Visa- oder Mastercard-Debitkarten.
Was ist ein Guthabenkonto?
Ein Guthabenkonto – auch Girokonto auf Guthabenbasis, Konto auf Guthabenbasis oder Konto ohne Dispo genannt – ist ein Bankkonto, das grundsätzlich wie ein normales Girokonto funktioniert: Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften und Kartenzahlungen sind möglich. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass das Konto nicht überzogen werden kann. Alle Transaktionen werden nur ausgeführt, wenn ausreichend Guthaben auf dem Konto vorhanden ist.
Das Guthabenkonto wird häufig mit einem „Konto ohne Dispo" gleichgesetzt. Der Begriff „auf Guthabenbasis" ist jedoch missverständlich: Eine Debitkarte allein macht ein Girokonto noch nicht automatisch zum Guthabenkonto. Entscheidend ist, ob das Konto vertraglich ohne Überziehungsrahmen geführt wird oder ob ein Dispo möglich ist.
Kein gesetzlicher Begriff: Das Zahlungskontengesetz kennt nur das Basiskonto, nicht das „Guthabenkonto“. Banken nutzen den Begriff für Konten, die nicht ins Minus rutschen können. Guthabenkonten sind im Leistungsumfang oft eingeschränkt. Früher war vom Jedermann-Konto die Rede: 1995 empfahl die Kreditwirtschaft ein „Girokonto für jedermann“, also ein Guthabenkonto für jedermann – allerdings ohne Rechtsanspruch. Seit dem 19. Juni 2016 besteht dieser Anspruch mit dem Basiskonto. Wer heute ein Konto für jedermann sucht, landet deshalb beim Basiskonto.
- Keine Kontoüberziehung: Ein Dispokredit oder geduldetes Minus ist bei einem Guthabenkonto nicht möglich.
- Zahlungen nur mit Deckung: Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge werden nur bei ausreichendem Guthaben ausgeführt.
- Flexible Zugangschancen: Teilweise ist ein Guthabenkonto auch bei negativem Schufa-Eintrag oder ohne regelmäßigen Geldeingang erhältlich.
- Kosten je nach Anbieter: Echte Guthaben- und Basiskonten können kostenlos sein, bei Filialbanken aber auch Gebühren verursachen.
- Debitkarte inklusive: Einige Anbieter bieten eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte für Online-Zahlungen an.
Vorteile & Nachteile im Überblick
Wie jedes Finanzprodukt hat das Guthabenkonto Stärken und Schwächen. Für bestimmte Zielgruppen ist es oft die passendere Lösung, für andere nicht.
- Keine Kontoüberziehung und damit kein Überziehungsrisiko
- Keine teuren Überziehungszinsen wie beim Dispo
- Basiskonto auch bei schlechter Schufa: Eine Ablehnung wegen Bonität ist nicht erlaubt
- Oft kein Geldeingang nötig, z. B. bei Postbank Giro basis oder Trade Republic
- Kostenlose Angebote bei vielen Direktbanken und Fintechs
- Schnelle Online-Eröffnung oft in wenigen Minuten
- Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank (gilt nicht für E-Geld-Institute)
- Kein Dispokredit als Liquiditätspuffer
- Keine klassische Kreditkarte sondern meist nur Debitkarte
- Lastschriften können platzen wenn Deckung fehlt
- Höhere Gebühren teilweise bei Filialbanken
- Bareinzahlungen bei reinen Online-Banken schwierig
Geeignete Konten 2026 im Detail
Die folgenden Konten eignen sich je nach Nutzungsprofil unterschiedlich gut. Entscheidend sind nicht nur die Kosten, sondern auch Karten, Bargeldversorgung, App-Funktionen und die Frage, ob ein Dispo möglich ist oder das Konto wirklich auf Guthabenbasis geführt wird.
1. DKB Girokonto — Konto-Alternative mit möglichem Dispo
DKB Girokonto
Das erste Girokonto ist kostenlos ab 700 € monatlichem Geldeingang oder bis zum 28. Geburtstag, sonst 4,50 €/Monat. Eine Visa Debitkarte ist inklusive. Ein Dispo ist möglich; damit ist das Konto kein reines Guthabenkonto. Kostenlose Kontoführung und Aktivstatus haben unterschiedliche Voraussetzungen.
Jetzt Konto eröffnen →Vorteile
- Mit Aktivstatus weltweit fast überall gratis abheben
- Visa Debitkarte inklusive
- Erstes Girokonto unter 28 ohne Geldeingang kostenlos
- Etablierte deutsche Direktbank
Nachteile
- 0 € nur mit 700 € Geldeingang oder unter 28
- Ab 28 ohne 700 € Geldeingang 4,50 €/Monat
- Kein reines Guthabenkonto
2. N26 Standard — Kostenloses Konto, Dispo nur auf Antrag
Kostenloses Konto ohne Kontoführungsgebühr. Einen Dispokredit gibt es nur auf Antrag in der App – wer keinen beantragt, hat faktisch ein Konto ohne Dispo. Ein Konto ohne Schufa ist N26 Standard aber nicht: Das Konto gibt es nur, wenn die Bonität die Mindestanforderungen erfüllt. Sonst bietet N26 möglicherweise N26 Flex an (8,90 €/Monat).
Jetzt Konto eröffnen →Vorteile
- Keine Kontoführungsgebühr
- Dispo nur auf eigenen Antrag
- Exzellente App-Usability
- Virtuelle Karte sofort verfügbar
- Deutsche Banklizenz & Einlagensicherung
Nachteile
- Ab der 3. Abhebung im Monat 2 €
- Physische Karte einmalig 10 €
- Bonitätsprüfung bei Eröffnung
3. C24 Smart-Konto — Zinsen aufs Girokonto, Dispo optional
C24 Smart-Konto
Kostenloses Konto mit Girocard und Mastercard Debit, 0,75 % Zinsen p. a. auf das Guthaben und bis zu 4 Unterkonten mit eigener IBAN – praktisch für Budgets. Bei ausreichender Bonität bietet C24 einen Dispokredit bis 10.000 € an. Deshalb ist es kein reines Guthabenkonto. Die Anfrage zur Kontoeröffnung wird an die SCHUFA übermittelt.
Jetzt Konto eröffnen →Vorteile
- Bedingungslos kostenlos
- Kostenlose Girocard & Debitkarte
- Cashback auf Kartenzahlungen
- Bis zu 4 Unterkonten (Pockets) mit IBAN
- 0,75 % Zinsen p. a. aufs Girokonto
Nachteile
- Dispo bei ausreichender Bonität möglich
- Dispozins 7,49–11,49 % p. a.
- 4 Abhebungen/Monat frei, danach 2 €
- Bareinzahlung nur über Partner
4. Echte Guthabenkonten: Postbank, Sparkasse, Trade Republic
Wer ein Konto sucht, das sich gar nicht überziehen lässt, findet es vor allem bei diesen Anbietern:
- Postbank Guthabenkonto (Giro basis): 4,90 € im Monat, „Grundpreis unabhängig vom Geldeingang“. Das Konto kann nur im Guthaben geführt werden, die Postbank Card (Debitkarte) ist inklusive.
- Guthabenkonto Sparkasse: Bei den Sparkassen heißt das Guthabenkonto meist Basiskonto, den Preis legt jede Sparkasse selbst fest. Das Berliner Basiskonto kann nicht überzogen werden und kostet je nach Kontomodell 2,95, 4,95 oder 8,95 € im Monat. Bei der Hamburger Sparkasse beträgt der Grundpreis 4,95 € plus 0,50 € je Buchungsposten; für einzelne Dienste gelten abweichende Entgelte, die Sparkassen-Card kostet zusätzlich 12 € jährlich.
- Trade Republic: Kontoführung und virtuelle Debitkarte kosten 0 €. Die physische Classic-Karte kostet einmalig 5 €, die Mirror-Karte 50 €. Bargeldabhebungen ab 100 € sind kostenlos, darunter kostet jede Abhebung 1 €. Eingeräumte und geduldete Überziehungen sind nicht verfügbar.
- C24 Basiskonto: 5,90 € im Monat, kein eingeräumter Dispo. Für eine geduldete Kontoüberziehung fallen 11,49 % Sollzinsen p. a. an.
Für wen eignet sich ein Guthabenkonto?
Ein Guthabenkonto ist nicht für jeden gleich sinnvoll. Je nach Lebenssituation, Einkommensprofil und Nutzungsziel gibt es unterschiedliche Gründe, warum ein Konto auf Guthabenbasis die passende Wahl sein kann – oder auch nicht.
Guthabenkonto für Selbstständige
Für Freelancer, Einzelunternehmer und Selbstständige kann ein Guthabenkonto sinnvoll sein, wenn Einnahmen schwanken und volle Kostenkontrolle wichtig ist. Der größte Vorteil liegt darin, dass kein Dispokredit genutzt werden kann und das Konto dadurch planbarer bleibt.
Besonders relevant ist ein Guthabenkonto für Selbstständige mit schwankenden Einnahmen oder in der Startphase. Wichtig ist dabei immer zu prüfen, ob das jeweilige Konto auch für die gewünschte geschäftliche Nutzung und den individuellen Zahlungsalltag geeignet ist.
- Kein Mindestgeldeingang: Das kann bei unregelmäßigem Einkommen besonders hilfreich sein.
- Kein Kontorahmen: Für einen Dispo oder Kreditrahmen ist keine zusätzliche Schufa-Prüfung nötig.
- Debitkarte inklusive: Online-Zahlungen und Geschäftsreisen lassen sich damit meist unkompliziert abwickeln.
- Digitale Kontoverwaltung: App- und Online-Banking sparen im Alltag Zeit.
Guthabenkonto trotz Schufa-Eintrag
Ein häufiges Missverständnis: Ein Guthabenkonto ohne Schufa ist die Ausnahme. Viele Banken fragen auch dann bei der Schufa an, wenn sie keinen Dispo vergeben. C24 übermittelt schon die Anfrage zur Kontoeröffnung an die SCHUFA, N26 eröffnet das Standardkonto nur bei ausreichender Bonität. Wer ein Guthabenkonto trotz Schufa sucht, hat drei Wege: das Basiskonto, N26 Flex (8,90 €/Monat, für Kunden, die die Schufa-Standardanforderungen nicht erfüllen) oder ein Konto ohne Schufa-Abfrage wie bunq.
Für das gesetzlich geregelte Basiskonto gelten besondere Zugangsregeln. Beim freiwilligen Guthabenkonto besteht ein solcher Anspruch nicht. Ein Guthabenkonto eröffnen trotz negativer Schufa klappt deshalb am sichersten über das Basiskonto. Ein Girokonto auf Guthabenbasis ohne Schufa-Abfrage und alle Anbieter im Detail zeigt unser Vergleich Girokonto ohne Schufa.
- Negativer Schufa-Eintrag: Er ist nicht automatisch ein Ausschlusskriterium.
- Kein Kreditrahmen: Bei echten Guthabenkonten wird kein Dispo vergeben; beim Basiskonto muss die Bank keinen einräumen.
- Standardkonto genau prüfen: Kostenlose Girokonten sind nicht automatisch Guthabenkonten, wenn ein Dispo möglich ist.
- Basiskonto als Alternative: Bei Ablehnung kann ein gesetzlicher Anspruch auf ein Basiskonto bestehen.
Als Zweitkonto zur Ausgabenkontrolle
Ein Guthabenkonto eignet sich auch als ergänzendes Zweitkonto – etwa um ein festes Budget für bestimmte Ausgaben bereitzustellen (z. B. Abonnements, Onlineshopping oder Reisen). Bei normalen Girokonten mit optionalem Dispo sollten Sie den Überziehungsrahmen deaktivieren oder löschen lassen, wenn es wirklich nur zur Ausgabenkontrolle dienen soll.
- Klare Kontotrennung: Hauptkonto und Ausgabenbudget bleiben sauber voneinander getrennt.
- Automatisches Ausgabenlimit: Überweisungen auf das Zweitkonto setzen den verfügbaren Betrag fest.
- Fixausgaben und Onlinebestellungen: Für wiederkehrende Zahlungen oder Shopping-Budgets ist ein separates Guthabenkonto besonders sinnvoll.
- Zusätzliches Konto: Viele Anbieter ermöglichen die Eröffnung neben dem bestehenden Hauptgirokonto; die Dispo-Regeln bleiben trotzdem entscheidend.
Zweites Konto eröffnen ohne Gehaltseingang: Achten Sie auf die Bedingungen für die kostenlose Kontoführung. Die DKB ist nur mit 700 € Geldeingang oder unter 28 kostenlos, die Norisbank unter 30 oder ab 500 € Eingang. Ohne Geldeingang kostenlos sind N26 Standard, C24 Smart und Trade Republic. Ein kostenloses Guthabenkonto ohne Gehaltseingang und ganz ohne Überziehung bietet von diesen nur Trade Republic; bei N26 und C24 beantragen Sie einfach keinen Dispo.
Konto eröffnen ohne Einkommen: Auch Studierende, Arbeitsuchende oder Menschen in Elternzeit bekommen ein Konto ohne Gehaltseingang. Scheitert der Antrag an der Bonität, bleibt das Basiskonto.
Girokonto ohne Dispo: Guthabenkonto oder Dispo auf 0?
Ein Konto ohne Dispo bekommen Sie auf zwei Wegen: mit einem echten Guthabenkonto oder indem Sie den Dispo bei einem normalen Girokonto auf 0 setzen lassen. Der Unterschied: Beim Guthabenkonto ist eine Überziehung ausgeschlossen. Beim Girokonto mit Dispo 0 kann die Bank eine Überziehung trotzdem dulden und dafür Zinsen verlangen.
- DKB: Ein Dispo ist möglich. Vereinbaren Sie mit der Bank, ob das Konto ohne Überziehungsrahmen geführt werden kann.
- N26 Standard: Einen Dispokredit gibt es nur auf Antrag in der App. Ohne Antrag kein Dispo.
- C24 und Norisbank: Ein Dispo ist bei ausreichender Bonität möglich. Prüfen Sie vor der Eröffnung, ob und wie Sie ihn ablehnen können.
- Ohne jede Überziehung: Postbank Giro basis, Trade Republic sowie Kinder- und Jugendkonten.
Guthabenkonto für Kinder und Jugendliche
Das typische Guthabenkonto ist das Kinderkonto oder Jugendkonto. Girokonten für Jugendliche funktionieren meist auf Guthabenbasis und können nicht überzogen werden. Einen Dispo bieten die Banken Minderjährigen in der Praxis nicht an. Ab welchem Alter ein Konto für Kinder möglich ist, legt jede Bank selbst fest.
| Konto | Alter | Kosten | Karte | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| DKB Girokonto u18 | ab 0 Jahren | kostenlos | Visa Debit (automatisch) | Zweiter Elternteil muss zustimmen |
| comdirect Junior Giro | ab 7 Jahren | kostenlos | Visa Debit, girocard auf Wunsch | reines Guthabenkonto |
| ING Girokonto Junior | 7 bis 17 Jahre | kostenlos | Visa Debit | Ein Elternteil muss ING-Kunde sein |
| Commerzbank StartKonto | 7 bis 27 Jahre | kostenlos mit gültigem Ausbildungsnachweis und digitaler Kontoführung | Girocard mit Visa-Funktion; optional Prepaid-Junior-Karte ab 14 | Minderjährige: kein Minus; Kreditkarte mit Kreditrahmen erst ab 18 mit Bonität |
| Sparkasse Jugendkonto | je Sparkasse, Berlin ab Geburt | je Sparkasse | Berlin: eigene Karte ab 12 | kein Dispo |
Das Commerzbank StartKonto wird für Minderjährige ohne Überziehung geführt. Kostenlos ist es bei privater Nutzung zwischen 7 und 27 Jahren mit gültigem Ausbildungsnachweis, digitaler Kontoführung und Nutzung der Geldautomaten der Commerzbank oder Cash Group. Beleghafte Überweisungen und Bargeldvorgänge am Schalter kosten zusätzlich; ab dem 28. Geburtstag erfolgt eine kostenpflichtige Umstellung für 9,90 € im Monat. Auch das ING Girokonto Junior wird nur im Guthaben geführt.
Zustimmung der Eltern: Minderjährige brauchen für die Kontoeröffnung die Zustimmung der Sorgeberechtigten. Bei gemeinsamem Sorgerecht müssen beide einverstanden sein. Es reicht aber, wenn ein Elternteil den anderen zur Zustimmung bevollmächtigt. Über ihr Taschengeld dürfen Kinder im Rahmen des § 110 BGB („Taschengeldparagraph“) selbst verfügen.
Guthabenkonto bei Schulden: Pfändung, P-Konto, Einlagensicherung
Ein Guthabenkonto schützt vor neuen Schulden durch Überziehung, aber nicht vor einer Pfändung. Auch das Guthaben auf einem Guthabenkonto ist pfändbar. Schutz bietet nur das Pfändungsschutzkonto: Nach § 850k ZPO kann jedes Girokonto „jederzeit“ als P-Konto geführt werden. Der automatisch geschützte monatliche Grundfreibetrag richtet sich nach § 899 ZPO und den jeweils geltenden Pfändungsfreigrenzen. Mehr dazu unter P-Konto trotz negativer Schufa.
Wie sicher ist das Geld auf dem Guthabenkonto?
Bei Banken gilt die gesetzliche Einlagensicherung. Der gesetzliche Entschädigungsanspruch beträgt maximal 100.000 € pro Kunde und Bank. Revolut-Konten sind über die litauische Einlagensicherung ebenfalls bis 100.000 € abgesichert. Anders bei E-Geld-Instituten wie Vivid Money oder dem Anbieter von MeineGiroKarte: E-Geld gilt nicht als Einlage. Die Kundengelder müssen stattdessen nach § 17 ZAG getrennt gesichert werden, eine Einlagensicherung gibt es nicht.
Guthabenkonto online eröffnen – Schritt für Schritt
Ein Guthabenkonto online eröffnen dauert bei Direktbanken und Fintechs meist nur wenige Minuten. Wer ein Guthabenkonto sofort online eröffnen will, braucht Ausweis und Smartphone für VideoIdent. Ein Sparkasse Guthabenkonto (Basiskonto) beantragen Sie bei Ihrer Sparkasse; ob das online geht, entscheidet jede Sparkasse selbst. Diese Schritte sind typisch:
- Anbieter wählen & Antrag starten: Wählen Sie aus unserem Vergleich das passende Konto und klicken Sie auf „Konto eröffnen".
- Persönliche Daten eingeben: Name, Geburtsdatum, Adresse, E-Mail und ggf. Steuer-ID.
- Identität legitimieren: VideoIdent per Webcam oder Smartphone (dauert ca. 5 Minuten) oder PostIdent in einer Postfiliale.
- Konto bestätigen & aktivieren: Sie erhalten die IBAN per E-Mail, die Debitkarte kommt per Post (ca. 5–10 Werktage).
- Daueraufträge & Lastschriften einrichten: Richten Sie regelmäßige Zahlungen ein und informieren Sie Ihren Arbeitgeber / Auftraggeber über die neue IBAN.
Eröffnungs-Checkliste: Was Sie benötigen
Die Online-Eröffnung eines Guthabenkontos läuft bei den meisten Anbietern vollständig digital ab und dauert nur wenige Minuten. Bereiten Sie diese Unterlagen vor – dann klappt es beim ersten Versuch:
Guthabenkonto vs. Basiskonto
Das Basiskonto ist das einzige gesetzlich geregelte Konto für jeden. Die Bank muss dort keinen Dispo einräumen; er kann aber freiwillig vereinbart werden. Die Basiskonten von Postbank und Berliner Sparkasse laufen ohne Überziehung. Beim C24 Basiskonto ist dagegen eine geduldete Überziehung möglich. Die Unterschiede zum freiwilligen Guthabenkonto:
| Merkmal | Guthabenkonto | Basiskonto |
|---|---|---|
| Gesetzliche Grundlage | Nein – freiwillig | Ja – ZKG seit 19.06.2016 |
| Rechtsanspruch | Nein | Ja – rechtmäßiger Aufenthalt in der EU (§ 31 ZKG) |
| Gebühren | Oft 0 € | angemessen (§ 41 ZKG), z. B. 4,90–6,90 € |
| Kündigung durch Bank | mind. 2 Monate Frist (§ 675h BGB) | nur aus Gründen nach § 42 ZKG |
| Dispo | Nein | keine Pflicht, freiwillig möglich |
Fazit: Guthabenkonto als einfache und kontrollierbare Kontolösung
Ein Guthabenkonto ist 2026 eine sinnvolle Lösung, wenn ein Konto ohne Überziehung, mit klarer Kostenkontrolle und möglichst einfacher Eröffnung gesucht wird. Es eignet sich besonders für Nutzer, die keinen Dispo benötigen oder nach einer Alternative zum klassischen Girokonto suchen.
Entscheidend sind Gebühren, Kartenleistungen, Onlinebanking, Bargeldversorgung und die Frage, ob ein gesetzliches Basiskonto oder ein freiwilliges Guthabenkonto besser passt. Wer diese Punkte vergleicht, findet meist eine günstigere und alltagstauglichere Lösung. Oft reicht schon ein kostenloses Girokonto, bei dem Sie den Dispo auf 0 setzen.
