% Aktuelle Firmentagesgeld-Angebote

Firmentagesgeld 2026 –
Zinsen im Vergleich für Unternehmen

Tagesgeld für Firmen und Geschäftskunden: freie Liquidität täglich verfügbar und bei Finom, Vivid Business, FYRST, UnitPlus, GEFA Bank, ING oder Commerzbank verzinst anlegen – für GmbH, UG, Freiberufler und Einzelunternehmer. Im Vergleich finden Sie 7 Anbieter mit Zinssatz, Zinsdauer, Einlagensicherung und Voraussetzungen.

Kostenlos & ohne Anmeldung 7 Anbieter verglichen
Alessia Pewnew
Alessia Pewnew
Redakteurin
Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2026
Lesezeit: ca. 12 Minuten
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5,00%
Top-Aktionszins p.a.
für Unternehmen*
7
Anbieter
verglichen
täglich
Kapital
verfügbar
GmbH
auch für
GmbH & UG
gesichert
je nach
Modell
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€
%

* Berechnung vor Steuern. Auch bei Firmenkonten behält die Bank in der Regel 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Soli ein; sie wird in der Steuererklärung angerechnet. Zinserträge einer GmbH unterliegen der Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Ihre geschätzten Zinserträge
833 €
in 4 Monaten bei 5,00 % p.a.
Anlagebetrag50.000 €
Zinssatz p.a.5,00 %
Ertrag / Monat208 €
Endkapital50.833 €

Firmentagesgeld im Vergleich Oktober 2026

Die Tabelle zeigt Zinssatz, Zinsdauer, Einlagensicherung, Einlagelimit und ob ein separates Geschäftskonto nötig ist. Filter helfen, passende Angebote für Rechtsform und Sicherheitspräferenz schneller einzugrenzen.

Rechtsform
Selbstständige Kapitalgesellschaften
Einlagensicherung
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7 von 7 Firmentagesgeld-Angeboten
Stand: 11. Oktober 2026
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Anbieter Zins p.a. Zinsdauer Geeignet für Max. Einlage Mit Geschäftskonto Einlagensicherung Weiter
Finom Zinskonto
Fintech
Top Aktionszins
5,00 %
5 % p.a. für die ersten 5 Monate, je nach Tarif auf 10.000 € (Solo) bis 200.000 € (Grow), bei Kontoeröffnung bis 31.10.2026; danach je nach Tarif 0,5–2,25 % p.a. Anlage in Geldmarktfonds, tarifabhängige Depotgebühren.
5 Monate
FreiberuflerEinzelunternehmenGründer+1
bis 200.000 € (je nach Tarif) Ja Geldmarktfonds (EU)Sondervermögen, keine Einlagensicherung
Vivid Business Zinskonto
Fintech
4,00 %
4 % p.a. für die ersten 4 Monate: KMU Free Start bis 10.000 €, Basic bis 50.000 €, Pro/Enterprise/Enterprise+ bis 1.000.000 €; Freelancer Standard bis 5.000 €, Prime/Pro/Pro+ bis 100.000 €. Danach Tarifzins, z. B. 0,1 % (Free Start), 0,5 % (Basic), 1,3 % (Pro).
4 Monate (Neukunden)
FreiberuflerEinzelunternehmenGründer+2
bis 1 Mio. € (Aktionszins) Ja Niederlande / EU-FondsSondervermögen (QMMF), keine Einlagensicherung
ING Business Extra-Konto
Direktbank
3,75 %
3,75 % p.a. für die ersten 4 Monate auf bis zu 1.000.000 €; danach aktuell 1,00 % variabler Basiszins p.a.
4 Monate
FreiberuflerEinzelunternehmenGründer+1
1.000.000 € Nein Deutschland100.000 € + Einlagensicherungsfonds
FYRST Business-Tagesgeldkonto
Direktbank
3,50 %
3,5 % p.a. für 3 Monate auf Neugeld bis 100.000 €; danach 0,5 % p.a. Nur in Verbindung mit einem FYRST-Geschäftskonto.
3 Monate
FreiberuflerEinzelunternehmenGründer+1
100.000 € (Aktionszins) Ja Deutschland100.000 € + Einlagensicherungsfonds
UnitPlus Business
Fintech
2,83 %
UnitPlus Tagesgeld: 2,83 % p.a. Zusätzlich: UnitPlus Cash 2,67 % p.a. und UnitPlus Festgeld 3,00 % p.a.
Variabel (EZB-basiert)
GmbHAGEinzelunternehmen
Keine Begrenzung Nein DeutschlandSondervermögen (100 %)
Commerzbank Firmentagesgeld
Filialbank
2,75 %
2,75 % p.a. für 4 Monate auf neu übertragene Gelder bis 100.000 €; danach variabel. Geschäftskonto bei der Commerzbank erforderlich.
4 Monate
GmbHAGEinzelunternehmen+1
100.000 € (Aktionszins) Ja Deutschland100.000 € + Einlagensicherungsfonds
GEFA TagesGeld Business
Spezialbank
1,90 %
Variabler Habenzins: 1,90 % p.a. für 10.000 € bis 1.000.000 €; darunter und darüber 0,00 % p.a. Nur für Gesellschaften (GmbH, UG, GmbH & Co. KG, KG, OHG).
Dauerhaft
GmbH
1.000.000 € Nein Deutschland100.000 €
Hinweis: Zinsen, Aktionszeiträume und Einlagelimits können sich kurzfristig ändern. Der Vergleich ist eine redaktionelle Auswahl; maßgeblich sind die Konditionen auf der jeweiligen Anbieterseite.

Das Wichtigste: Firmentagesgeld

  • Zinsmodell: Bei Finom, Vivid Business, FYRST, UnitPlus, GEFA Bank, ING und Commerzbank sind befristete Aktionszinsen oder eine laufende Dauerverzinsung möglich – die Konditionen unterscheiden sich erheblich. Einen Überblick finden Sie im Vergleich oben.
  • Voraussetzungen: Bei Finom, Vivid Business und FYRST ist das Firmentagesgeld meist an zusätzliche Funktionen oder ein bestehendes Geschäftskonto gekoppelt – prüfen Sie daher nicht nur den Zinssatz, sondern auch die Voraussetzungen.
  • Mit oder ohne Geschäftskonto: Finom, Vivid Business, FYRST und Commerzbank setzen ein Geschäftskonto beim selben Institut voraus, ING, GEFA Bank und UnitPlus kommen auch ohne zusätzliches Geschäftskonto infrage.
  • Einlagensicherung: Bankeinlagen bei ING, FYRST, Commerzbank und GEFA Bank sind gesetzlich bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt – auch für GmbH und UG. Die Zinskonten von Finom, Vivid Business und UnitPlus laufen über Geldmarktfonds und sind als Sondervermögen geschützt, nicht über die Einlagensicherung.
  • Rechtsformen: Finom, Vivid Business, FYRST, UnitPlus, GEFA Bank, ING und Commerzbank akzeptieren nicht alle Rechtsformen gleichermaßen – prüfen Sie die GmbH-Eignung vorab im Vergleich oder direkt beim Anbieter.
  • Steuern: Für GmbH und UG gibt es weder Sparer-Pauschbetrag noch Abgeltungsteuer – Zinsen sind gewerbliche Erträge. Bei Einzelunternehmern und Freiberuflern zählen Zinsen aus einem Konto im Betriebsvermögen zum Gewinn.

Grundlagen

Was ist Firmentagesgeld?

Firmentagesgeld – auch Tagesgeld für Unternehmen, Business Tagesgeld oder Tagesgeld für Geschäftskunden genannt – ist ein Tagesgeldkonto, auf dem freies Betriebsvermögen täglich verfügbar und variabel verzinst angelegt werden kann. Banken bieten es als Tagesgeld für Firmenkunden an: für GmbH, UG, AG, Personengesellschaften, Einzelunternehmer und Freiberufler. Das Konto läuft auf das Unternehmen, nicht auf eine Privatperson.

Andere Bezeichnungen: Tagesgeld Firmenkunden, Tagesgeld Geschäftskunden, Tagesgeldkonto Geschäftskunden, Tagesgeld Unternehmen, Tagesgeldkonto für Firmen, Tagesgeldkonto Firmenkunden, bei Kapitalgesellschaften auch Tagesgeld GmbH – oder schlicht Tagesgeld Firma. Gemeint ist jeweils dasselbe Produkt.

Das Konto ergänzt das Geschäftsgiro-Konto: Während das Girokonto für den laufenden Zahlungsverkehr genutzt wird, parkt das Tagesgeldkonto temporäre Liquiditätsüberschüsse. Diese entstehen beispielsweise nach Großaufträgen, vor geplanten Investitionen oder in saisonalen Hochphasen.

Wichtig: Das Firmentagesgeld ist kein Festgeld – das Kapital ist täglich und ohne Kündigungsfrist verfügbar. Dafür ist der Zinssatz variabel und kann etwa von Finom, Vivid Business, FYRST, UnitPlus, GEFA Bank, ING oder Commerzbank jederzeit angepasst werden.

Zinserträge aus Firmentagesgeld zählen grundsätzlich zu den betrieblichen Erträgen und sind je nach Rechtsform steuerlich zu berücksichtigen. Die konkrete Behandlung hängt von der Unternehmensform und Buchführung ab. Ein Freistellungsauftrag und der Sparer-Pauschbetrag gelten für Kapitalgesellschaften nicht – Details im Abschnitt Steuerliche Behandlung.


Tagesgeld vs. Festgeld

Firmentagesgeld vs. Firmenfestgeld

Beide Anlageformen eignen sich für Unternehmen mit Liquiditätsüberschüssen – sie haben jedoch fundamental unterschiedliche Eigenschaften:

Firmentagesgeld
Für laufende Liquiditätsreserven
  • Kapital täglich verfügbar
  • Variable Verzinsung je nach Marktniveau
  • Keine feste Mindestlaufzeit
  • Geeignet als flexibler Liquiditätspuffer
  • Zinsen meist etwas niedriger als beim Festgeld
  • Passend bei schwankendem Kapitalbedarf
Firmenfestgeld
Für planbare Rücklagen mit Laufzeit
  • Kapital für die gewählte Laufzeit gebunden
  • Fester Zinssatz bis zum Laufzeitende
  • Typische Laufzeiten von 1 bis 60 Monaten
  • Mehr Planungssicherheit bei der Verzinsung
  • Zinsen oft etwas höher als beim Tagesgeld
  • Geeignet für mittel- bis langfristige Reserven
Empfehlung: Kombinieren Sie beide Produkte – Tagesgeld für kurzfristige Liquiditätsreserven (3–6 Monatsumsatz), Festgeld für mittel- bis langfristig nicht benötigte Mittel. So maximieren Sie Zinserträge bei gleichzeitiger Liquiditätssicherung.

Geschäftskonto & Zinsen

Geschäftskonto mit Zinsen: So kommt das Tagesgeld dazu

Das Geschäftsgirokonto selbst ist in der Regel unverzinst. Wer ein Geschäftskonto mit Zinsen sucht, bekommt die Verzinsung fast immer über ein Zusatzprodukt: ein Tagesgeldkonto, ein Zinskonto in der App oder Unterkonten, die an das Geschäftskonto angebunden sind.

Geschäftskonto Tagesgeld im Paket

Bei FYRST gibt es das Business-Tagesgeldkonto nur zusammen mit einem FYRST-Geschäftskonto: 3,5 % p.a. für 3 Monate auf Neugeld bis 100.000 €, danach 0,5 % p.a. Die Commerzbank bietet nach der Eröffnung des Geschäftskontos ein Tagesgeldkonto mit 2,75 % p.a. für 4 Monate auf bis zu 100.000 € neu übertragene Gelder. Finom und Vivid Business verzinsen Guthaben über ein Zinskonto in der App – technisch über Geldmarktfonds, nicht als Bankeinlage.

Tagesgeld ohne Bankwechsel beim Geschäftskonto

Das Tagesgeld muss nicht bei der Hausbank liegen. Das ING Business Extra-Konto wird mit Ihrem bestehenden Geschäftskonto verbunden – unabhängig davon, bei welcher Bank Sie es führen. Auch GEFA Bank und UnitPlus arbeiten mit einem Referenzkonto bei einer anderen Bank. So bleibt der Zahlungsverkehr, wo er ist, und nur die Rücklage wandert.


Top-Anbieter

Die besten Firmentagesgeld-Anbieter 2026

Auf Basis eigener Tests, aktueller Konditionen (Stand: 11. Oktober 2026) und Nutzerbewertungen haben wir relevante Angebote für Unternehmen zusammengestellt. Wer ein Tagesgeldkonto für Geschäftskunden sucht, sollte neben dem Aktionszins auch den Zins danach, das Limit und die Art der Absicherung vergleichen:

1. Finom Zinskonto – Höchster Neukunden-Zins im Vergleich

Finom Zinskonto
5,00 %
Neukunden-Zins p.a.
0,5–2,25 %
danach je Tarif

Finom verzinst Guthaben über das Zinskonto mit 5 % p.a. für die ersten 5 Monate, je nach Tarif auf 10.000 € (Solo) bis 200.000 € (Grow), bei Kontoeröffnung bis 31.10.2026; danach gilt je nach Tarif ein Satz zwischen 0,5 und 2,25 % p.a. Technisch ist es eine Anlage in Geldmarktfonds, die getrennt vom Finom-Vermögen verwahrt wird. Finom selbst schreibt, das Produkt sei „weder ein Bankkonto noch ein Anlage- oder Sparprodukt“.

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Vorteile
  • Höchster Neukunden-Zins im Vergleich
  • 5 % p.a. für die ersten 5 Monate
  • Aktionszins je nach Tarif auf bis zu 200.000 €
  • Mit Finom-Geschäftskonto kombinierbar
  • DATEV-Integration und digitale Buchhaltung
  • Kostenloser Einstiegstarif verfügbar
Nachteile
  • Neukunden-Zins befristet
  • Danach nur 0,5–2,25 % p.a. je nach Tarif
  • Finom-Geschäftskonto erforderlich
  • Geldmarktfonds statt Bankeinlage, tarifabhängige Depotgebühren

2. Vivid Business – Aktionszins auch für GmbH auf hohe Beträge

Vivid Business Zinskonto
4,00 %
4 Monate p.a.
bis 1 Mio. €
Aktionszins-Limit

Vivid zahlt 4 % p.a. für die ersten vier Monate. Für KMU gelten Limits von 10.000 € (Free Start), 50.000 € (Basic) und 1.000.000 € (Pro, Enterprise, Enterprise+); für Freelancer 5.000 € (Standard) bzw. 100.000 € (Prime, Pro, Pro+). Danach gilt der Tarifzins, etwa 0,1 % im Free-Start- und 1,3 % im Pro-Tarif. Angelegt wird in Zentralbankeinlagen und qualifizierten Geldmarktfonds, ohne gesetzliche Einlagensicherung für das Zinskonto. Unterstützt werden unter anderem GmbH, UG, AG, KG, GbR, Einzelunternehmen und Freiberufler.

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Vorteile
  • Aktionszins auch für GmbH & UG
  • Aktionszins bis 1 Mio. € in Pro und Enterprise
  • Täglich verfügbar
  • + Garantiertes Cashback 0,1–0,35 % je Tarif
  • Unbegrenzte Unterkonten mit DE-IBAN
Nachteile
  • Aktionszins befristet
  • Vivid-Geschäftskonto nötig
  • Freelancer-Konto: niedrigeres Einlagelimit
  • Geldmarktfonds statt klassischer Bankeinlage

3. ING Business Extra-Konto – Aktionszins ohne separates ING-Geschäftskonto

ING Business Extra-Konto
3,75 %
4 Monate p.a.
bis 1 Mio. €
Einlagelimit

ING passt zu Unternehmen, die freie Liquidität ohne separates ING-Geschäftskonto parken möchten. Für das erste Business Extra-Konto erhalten Sie 3,75 % p.a. für vier Monate auf bis zu 1.000.000 € Guthaben; danach gilt ein variabler Basiszins von 1,00 % p.a. Dazu kommt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € plus der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands. Das Business Extra-Konto ist das ING Business Tagesgeld für Firmenkunden. Eröffnen können es Freiberufler, eingetragene und nicht eingetragene Kaufleute, GmbH, UG, KG und OHG.

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Vorteile
  • Aktionszins für das erste Business Extra-Konto
  • Kein ING-Geschäftskonto nötig
  • Hohes Einlagelimit
  • Deutsche Einlagensicherung
  • Einfache Online-Eröffnung als GmbH
Nachteile
  • Aktionszins befristet auf vier Monate
  • Kein Cashback
  • Kein kombiniertes Geschäftskonto

4. UnitPlus Business – Cash-Management mit Tagesgeld, Cash und Festgeld

UnitPlus Business
2,83 %
Tagesgeld p.a.
3,00 %
Festgeld p.a.

UnitPlus Business positioniert sich weniger als klassisches Tagesgeldkonto, sondern als Cash-Management-Plattform für Unternehmen. Neben UnitPlus Cash mit 2,67 % p.a., UnitPlus Tagesgeld mit 2,83 % p.a. und UnitPlus Festgeld mit 3,00 % p.a. stehen die flexible Aufteilung auf Anlagelösungen, tägliche Verzinsung, vollständige Auszahlungen und der Schutz als Sondervermögen im Fokus.

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Vorteile
  • Tagesgeld, Cash und Festgeld für Business-Liquidität
  • Flexible Aufteilung auf Cash, Tagesgeld und Festgeld
  • Tägliche Verzinsung im Dashboard sichtbar
  • Jederzeit vollständig auszahlbar
  • Schutz als Sondervermögen auch oberhalb der Einlagensicherung
Nachteile
  • Zinsen entwickeln sich mit dem Marktumfeld
  • Kein klassisches Geschäftsgirokonto
  • Keine klassische Bankeinlagensicherung, sondern Sondervermögen-Modell

5. FYRST, Commerzbank und GEFA Bank – klassisches Tagesgeld von Banken

FYRST (eine Marke der Deutschen Bank) zahlt 3,5 % p.a. für 3 Monate auf Neugeld bis 100.000 €, danach 0,5 % p.a. Voraussetzung ist ein FYRST-Geschäftskonto; das Tagesgeldkonto selbst ist kostenlos. Neben der gesetzlichen Sicherung bis 100.000 € besteht der Schutz durch den Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands.

Die Commerzbank gibt Geschäftskunden 2,75 % p.a. für 4 Monate auf bis zu 100.000 €. Der Zins gilt nur für neu übertragene Gelder, die in den letzten sechs Monaten nicht bei der Commerzbank oder comdirect lagen, und setzt ein Commerzbank-Geschäftskonto voraus.

Die GEFA Bank verzinst das TagesGeld Business variabel mit aktuell 1,90 % p.a. – aber nur für Guthaben von 10.000 € bis 1.000.000 €; darunter und darüber gibt es 0,00 %. Eröffnen können nur Gesellschaften: GmbH, GmbH & Co. KG, KG, OHG und UG. Einzelunternehmer und Freiberufler sind außen vor.


Für GmbH

Firmentagesgeld für GmbH & UG

Für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG ist die Wahl zwischen Vivid Business, FYRST, UnitPlus, GEFA Bank, ING, Commerzbank und weiteren Firmentagesgeld-Lösungen anspruchsvoller als für Einzelunternehmer: Nicht jeder Anbieter akzeptiert alle Rechtsformen, und die steuerliche Behandlung ist komplexer.

GmbH-geeignete Anbieter: GmbH und UG nennen ausdrücklich ING, GEFA Bank und Vivid Business (dort auch AG); FYRST, Commerzbank, Finom und UnitPlus richten sich ebenfalls an Kapitalgesellschaften. Die GEFA Bank eröffnet ihr TagesGeld Business ausschließlich für Gesellschaften, nicht für Einzelunternehmer.

Zinserträge einer GmbH auf dem Tagesgeldkonto unterliegen der Körperschaftsteuer (15 %) plus Solidaritätszuschlag sowie der Gewerbesteuer (je nach Gemeinde). Freistellungsauftrag und Sparer-Pauschbetrag gibt es für Kapitalgesellschaften nicht. Die Bank behält trotzdem Kapitalertragsteuer ein, die in der Körperschaftsteuererklärung angerechnet wird. In der Gewinn- und Verlustrechnung stehen die Zinsen unter „sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“.

Tagesgeldkonto für GmbH: Was die Bank verlangt

Ein Tagesgeld für GmbH oder UG läuft auf die Gesellschaft. Banken verlangen deshalb in der Regel einen aktuellen Handelsregisterauszug, die Gesellschafterliste, den Ausweis der Geschäftsführer und Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten. Ein privates Tagesgeldkonto des Gesellschafters ist keine Alternative: Das Geld gehört der GmbH und muss auf ihren Namen angelegt werden.

Für GmbHs mit größeren Reserven kommen vor allem ING (Aktionszins bis 1 Mio. €), Vivid Business (Pro und Enterprise bis 1 Mio. €), UnitPlus und die GEFA Bank infrage – wegen hoher Limits oder erweiterter Sicherungsmodelle – Details dazu finden Sie in der Einlagensicherungs-Tabelle weiter oben sowie direkt beim jeweiligen Anbieter. UnitPlus bietet als Geldmarktfondslösung Schutz als Sondervermögen oberhalb der gesetzlichen Einlagensicherungsgrenze und ergänzt die Anlagefunktionen um flexible Produktaufteilung, tägliche Verzinsung und vollständige Auszahlungen.


Für Selbstständige

Firmentagesgeld für Freelancer & Selbstständige

Freiberufler und Einzelunternehmer haben in Deutschland eine Besonderheit: Da das Konto auf ihren Namen läuft, können sie auch private Tagesgeldangebote nutzen – nicht nur Firmenlösungen. Das eröffnet deutlich mehr Möglichkeiten, hat aber steuerliche Folgen: Liegt das Geld privat, gelten Abgeltungsteuer und Sparer-Pauschbetrag (1.000 €); gehört das Konto zum Betriebsvermögen, zählen die Zinsen zum Gewinn.

Dennoch empfehlen wir für Freelancer spezifische Geschäftskonten mit integriertem Zinskonto, vor allem bei Finom und Vivid Business, weil dort Zinsaktionen, Cashback, Bonusaktionen oder Buchhaltungsfunktionen kombiniert werden:

  • → Finom Zinskonto: 5 % p.a. für die ersten 5 Monate auf bis zu 10.000 € im Solo-Tarif, danach 0,5 % – kostenloser Einstiegstarif verfügbar
  • → Vivid Business Zinskonto: 4 % p.a. für 4 Monate; im Freelancer-Tarif Standard bis 5.000 €, in Prime, Pro und Pro+ bis 100.000 €

Einlagensicherung

Einlagensicherung im Überblick

Die gesetzliche Einlagensicherung gilt auch für Firmengeld und schützt Privatpersonen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Der Anspruch ist auf 100.000 € pro Kunde und pro Bank begrenzt – egal, wie viele Konten bestehen. Nicht geschützt sind etwa Einlagen von Banken, Finanzdienstleistern, Versicherungen und der öffentlichen Hand.

Viele private Banken sichern zusätzlich über den Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands. Seit 2025 liegt dessen Grenze bei 8,75 % der Eigenmittel der Bank, für Unternehmen höchstens bei 30 Mio. € je Einleger (ab 2030: 10 Mio. €). Bei Unternehmen gilt dieser Schutz nur für Einlagen mit höchstens 12 Monaten Laufzeit – Tagesgeld fällt darunter.

Anbieter Sicherung bis Land / System Erweiterter Schutz
ING 100.000 € gesetzlich Deutschland (DE) ✓ Einlagensicherungsfonds
FYRST 100.000 € gesetzlich Deutschland (DE) ✓ Einlagensicherungsfonds (bis 438.000 €)
Commerzbank 100.000 € gesetzlich Deutschland (DE) ✓ Einlagensicherungsfonds
GEFA Bank 100.000 € gesetzlich Deutschland (DE) nach EinSiG
Vivid Business Sondervermögen (QMMF) Niederlande / EU-Fonds keine gesetzliche Einlagensicherung für das Zinskonto
UnitPlus Sondervermögen (100 %) Deutschland (DE) ✓ Oberhalb Einlagensicherung
Finom Sondervermögen (QMMF) EU-Investmentgesellschaft keine Einlagensicherung
Hinweis bei Zinskonten mit Geldmarktfonds: Finom, Vivid Business und UnitPlus legen Firmengeld in Geldmarktfonds an. Die Fondsanteile sind als Sondervermögen vor einer Insolvenz des Anbieters geschützt, aber keine Bankeinlage – die 100.000-€-Einlagensicherung greift dafür nicht. Finom schreibt ausdrücklich, das Zinskonto sei „weder ein Bankkonto noch ein Anlage- oder Sparprodukt“.

Banken aus dem Ausland und Zinsportale wie Raisin

Bei Banken mit Sitz in einem anderen EU-Staat greift die Einlagensicherung des Herkunftslandes, ebenfalls bis 100.000 € pro Kunde und Bank. Für Banken außerhalb der EU gibt es keine harmonisierten Vorgaben; Raisin weist darauf hin, dass Höhe und Ausgestaltung der Sicherung dort „deutlich variieren“ können.

Bei Zinsportalen (Weiterleitungsmodell) liegt das Geld nicht beim Portal, sondern bei der jeweiligen Partnerbank. Maßgeblich ist laut Raisin „die Bank, bei der das Geld geführt wird, nicht die Plattform oder der Vermittler“ – also gilt die Einlagensicherung des Landes der Partnerbank. Raisin richtet sich an Privatkunden; Einzelunternehmer und Freiberufler können dort nur als Privatperson anlegen. ZINSPILOT wurde am 31.03.2025 eingestellt, seine Anlageprodukte laufen seitdem über Raisin.


Steuerfragen

Steuerliche Behandlung

Die steuerliche Behandlung von Zinserträgen aus Firmentagesgeld hängt von der Rechtsform ab und davon, ob das Konto zum Betriebsvermögen gehört. Für alle gilt: Die Bank behält auf Zinsen grundsätzlich 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Soli ein, auch bei Firmenkonten. Bei Unternehmen ist das eine Vorauszahlung, die in der Steuererklärung angerechnet wird.

Kapitalgesellschaft

GmbH / UG / AG

Bilanzierende Kapitalgesellschaft mit eigener juristischer Person.

  • 15 % Körperschaftsteuer zzgl. SolZ
  • Gewerbesteuer je nach Gemeinde
  • Alle Einkünfte gelten als gewerblich (§ 8 Abs. 2 KStG)
  • Kein Sparer-Pauschbetrag, keine Abgeltungsteuer
Gewerbliche Person

Einzelunternehmer / GbR

Meist persönlicher Steuersatz, je nach Größe mit EÜR oder Bilanz.

  • Konto im Betriebsvermögen: Zinsen sind Betriebseinnahmen (§ 20 Abs. 8 EStG)
  • Persönlicher Einkommensteuersatz statt 25 % Abgeltungsteuer
  • Ggf. Gewerbesteuer
  • Privat angelegt: Abgeltungsteuer, Sparer-Pauschbetrag 1.000 €
Freier Beruf

Freiberufler

Steuerlich meist schlanker, aber weiterhin betrieblich relevant.

  • Konto im Betriebsvermögen: Zinsen zählen zum Gewinn
  • Keine Gewerbesteuer
  • Privat angelegt: Abgeltungsteuer, Sparer-Pauschbetrag 1.000 €
  • Zuordnung mit dem Steuerberater klären
Tipp: Lassen Sie die steuerliche Behandlung von Zinserträgen im Zweifel mit Ihrem Steuerberater prüfen – insbesondere bei Kapitalgesellschaften und größeren Einlagen. Für die operative Liquidität lohnt parallel oft ein Blick auf den Geschäftskonto Vergleich oder auf kostenlose Geschäftskonten.

Kontoeröffnung

Firmentagesgeld eröffnen – in 4 Schritten

  1. Finom, Vivid Business oder Banklösung wählen: Zinssatz, Laufzeit des Aktionszinses, Standardzins danach, Einlagensicherungsland und Einlagelimit vergleichen; auf die Rechtsform achten
  2. Ggf. Geschäftskonto eröffnen: Vivid Business, Finom, FYRST und Commerzbank verlangen ein Geschäftskonto beim selben Anbieter; bei ING, GEFA Bank und UnitPlus ist das nicht notwendig
  3. Tagesgeldkonto aktivieren: Bei integrierten Lösungen in der App unter „Finanzen“ oder „Zinskonto“, bei klassischen Banken meist separat im Onlinebanking
  4. Guthaben einzahlen & Zinsen kassieren: Betrag auf das Tagesgeldkonto überweisen; Zinsen werden täglich oder monatlich gutgeschrieben und das Guthaben bleibt abrufbar

Unser Fazit

Fazit: Firmentagesgeld als Liquiditätsreserve sinnvoll nutzen

Firmentagesgeld lohnt sich 2026 vor allem für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die freie Liquidität kurzfristig parken und dennoch flexibel bleiben möchten. Entscheidend sind nicht nur der Aktionszins, sondern auch Standardzins, Einlagensicherung, Rechtsform-Unterstützung und die Frage, ob ein zusätzliches Geschäftskonto nötig ist.

Für größere Rücklagen sind ING, Commerzbank, UnitPlus oder Vivid Business mit klarer Einlagensicherung beziehungsweise transparentem Sicherungsmodell oft wichtiger als ein kurzfristig hoher Lockzins. Wer operative Zahlungen, Karten oder Buchhaltung ebenfalls sauber organisieren möchte, sollte Firmentagesgeld immer zusammen mit dem passenden Geschäftskonto betrachten.



FAQ

Häufige Fragen zum Firmentagesgeld

Firmentagesgeld ist ein Tagesgeldkonto für Unternehmen, auf dem freie Liquidität täglich verfügbar und verzinst angelegt wird. Im Gegensatz zum Festgeld ist das Kapital ohne Kündigungsfrist jederzeit abrufbar – der Zinssatz ist variabel und wird regelmäßig angepasst.
Die Konditionen unterscheiden sich bei Finom, Vivid Business, FYRST, UnitPlus, GEFA Bank, ING und Commerzbank je nach Zinsdauer, Einlagehöhe und Voraussetzungen deutlich. Manche Angebote arbeiten mit befristeten Aktionszinsen, andere mit laufender Standardverzinsung. Einen aktuellen Überblick finden Sie im Vergleich oben auf dieser Seite.
Bei Fintechs wie Finom, Vivid Business oder FYRST ist das Firmentagesgeld an ein Geschäftskonto beim selben Anbieter gebunden. ING, GEFA Bank und UnitPlus ermöglichen Firmentagesgeld beziehungsweise eine tagesgeldähnliche Anlage auch ohne zusätzliches Geschäftskonto beim selben Institut.
Das angelegte Kapital ist je nach Lösung durch gesetzliche Einlagensicherung, erweiterten Bankenschutz oder Sondervermögen geschützt. Umfang und Ausgestaltung unterscheiden sich etwa bei Vivid Business, ING, FYRST, UnitPlus und Commerzbank. Details zur konkreten Sicherung sollten Sie vor Abschluss direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Beim Firmentagesgeld ist das Kapital täglich verfügbar und der Zinssatz variabel. Beim Firmenfestgeld wird für eine feste Laufzeit (z.B. 3, 6 oder 12 Monate) ein fester Zinssatz vereinbart – meist höher als beim Tagesgeld, aber das Kapital ist für die Laufzeit gebunden. Für viele Unternehmen kann eine Kombination sinnvoll sein: Tagesgeld für laufende Rücklagen, Festgeld für mittel- bis langfristig nicht benötigte Mittel.
Nicht alle Anbieter akzeptieren Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG. Für GmbH und UG kommen vor allem Vivid Business, FYRST, UnitPlus, GEFA Bank, ING und Commerzbank infrage – im Vergleich oben können Sie nach Rechtsform filtern. Achten Sie neben dem Zinssatz auch auf Einlagensicherung, Einlagelimit und ob ein Geschäftskonto beim gleichen Anbieter erforderlich ist. Die konkreten Voraussetzungen und Konditionen finden Sie auf der jeweiligen Anbieterseite.
Als klassische Bankeinlage bieten unter anderem ING (Business Extra-Konto), FYRST, Commerzbank und GEFA Bank Tagesgeld für Geschäftskunden an; viele Sparkassen und Volksbanken führen ein eigenes Firmentagesgeld. Finom, Vivid Business und UnitPlus verzinsen Firmengeld dagegen über Geldmarktfonds.
Das Geschäftsgirokonto selbst ist meist unverzinst. Zinsen gibt es über ein angebundenes Tagesgeld- oder Zinskonto: bei FYRST und der Commerzbank nur zusammen mit dem Geschäftskonto, bei Finom und Vivid Business als Zinskonto in der App. Das ING Business Extra-Konto lässt sich mit einem Geschäftskonto bei jeder Bank verbinden.
Ja, wenn es als Bankeinlage angelegt ist. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt auch Personen- und Kapitalgesellschaften bis 100.000 € pro Kunde und Bank; ausgenommen sind etwa Banken, Finanzdienstleister, Versicherungen und die öffentliche Hand. Viele private Banken sichern zusätzlich über den Einlagensicherungsfonds. Zinskonten mit Geldmarktfonds sind keine Einlagen – dort schützt das Sondervermögen vor einer Insolvenz des Anbieters.
Für GmbH und UG nicht: Bei Kapitalgesellschaften gelten alle Einkünfte als gewerblich, die Zinsen unterliegen Körperschaft- und Gewerbesteuer. Auch bei Einzelunternehmern und Freiberuflern zählen Zinsen aus einem Konto im Betriebsvermögen zum Gewinn. Abgeltungsteuer und Sparer-Pauschbetrag (1.000 €) gelten nur, wenn das Geld privat angelegt ist.