Konten für Gründer, Startups & Gesellschaften in Gründung

Geschäftskonto für Gründer & Startups – Vergleich & Test 2026

Welches Geschäftskonto passt zu Ihrer Gründung? Wir vergleichen das beste Geschäftskonto für Existenzgründer, Freelancer und Startups sowie für UG und GmbH in Gründung – mit Fokus auf niedrige Fixkosten, schnelle Online-Eröffnung und Buchhaltung.

Kostenlos & ohne Anmeldung 6 Anbieter für Gründer getestet
Redakteurin
Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026
Lesezeit: ca. 9 Minuten
0 €
ab Grundgebühr
für Solo-Gründer
ab 10 Min
Online-
Eröffnung
UG & GmbH
auch in
Gründung
DATEV
Buchhaltung
integriert
6
Anbieter im
Gründer-Test

Geschäftskonten für Gründer & Startups September 2026

Vergleichen Sie Grundgebühr, Transaktionskosten und Abhebungsgebühren – speziell für Gründer, Startups und Gesellschaften in Gründung.

Rechtsform
Selbstständige Kapitalgesellschaften
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Stand: 28. September 2026
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Anbieter GrundgebühriMonatliche Kontoführungsgebühr des Tarifs. Zusätzliche Nutzungskosten werden separat in den Gesamtkosten berechnet. AktioniAktuelle Bonus-, Zins- oder Gebührenaktionen. Bedingungen und Laufzeiten können je Anbieter variieren. Ohne SchufaiZeigt, ob die Kontoeröffnung typischerweise ohne klassische Schufa-Prüfung möglich ist. Rechtsformen AbhebungiZeigt die Konditionen für Bargeldabhebungen, soweit im Vergleich berücksichtigt. Gesamtkosten*iGrundgebühr plus Transaktionskosten und Abhebungsgebühren gemäß Ihren Eingaben im Kostenrechner. CashbackiRückvergütung auf Kartenumsätze, wenn im Tarif vorgesehen. Bedingungen unterscheiden sich je Anbieter. DATEV Buchhaltung International Weiter
* Gesamtkosten: Grundgebühr + Transaktionskosten + Abhebungsgebühren gemäß Ihren Eingaben im Kostenrechner. Redaktionelle Auswahl, Angaben ohne Gewähr. Bei Kontoeröffnung über unsere Links erhält Firmendo ggf. eine Vergütung.
So lesen Sie den Vergleich:
Auf Gründer & Startups zugeschnitten Eignung für UG & GmbH in Gründung Unabhängig recherchiert Laufend aktualisiert

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht je nach Rechtsform: UG, GmbH und AG brauchen zwingend ein Geschäftskonto – das Stammkapital muss vor dem Handelsregistereintrag eingezahlt werden. Einzelunternehmer und Freiberufler sind frei, fahren mit einem eigenen Konto aber besser.
  • Für Solo-Gründer oft kostenlos: Konten wie Finom Solo, Kontist Free oder Vivid Business Free Start starten bei 0 € Grundgebühr.
  • Für UG & GmbH in Gründung: Qonto, FYRST und Vivid akzeptieren Gesellschaften in Gründung und ermöglichen den Nachweis der Stammkapitaleinzahlung für den Notar: bei FYRST mit einer Einzahlungsbestätigung, bei Qonto und Vivid mit einem Kontoauszug.
  • Worauf es ankommt: niedrige Fixkosten in der Anlaufphase, schnelle Online-Eröffnung, Teamkarten und eine saubere Buchhaltungs- bzw. DATEV-Anbindung.

Grundlagen

Brauchen Gründer und Startups ein Geschäftskonto?

Ob ein Geschäftskonto Pflicht ist, hängt von Ihrer Rechtsform ab. Für Kapitalgesellschaften – also UG (haftungsbeschränkt), GmbH und AG – ist es faktisch zwingend: Das Stammkapital muss auf ein Konto der Gesellschaft eingezahlt werden, und ohne diesen Nachweis veranlasst der Notar keine Eintragung ins Handelsregister. Eine private oder gemischte Kontoführung ist hier rechtlich nicht zulässig, weil die Gesellschaft als juristische Person ein eigenes Vermögen führt.

Für Einzelunternehmer und Freiberufler gibt es dagegen keine gesetzliche Pflicht. Trotzdem ist ein separates Konto in fast allen Fällen sinnvoll: Viele Banken untersagen die gewerbliche Nutzung privater Girokonten in ihren AGB, und die saubere Trennung von privaten und geschäftlichen Buchungen erleichtert Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldung und eine spätere Betriebsprüfung erheblich.

Kurz gesagt: UG, GmbH und AG müssen ein Geschäftskonto eröffnen. Für Einzelunternehmer und Freelancer ist es freiwillig, aber dringend zu empfehlen – schon aus steuerlichen und organisatorischen Gründen.

Anbieter im Test

Die besten Geschäftskonten für Gründer & Startups im Detail

Wir haben die für Gründer relevantesten Anbieter nach Fixkosten, Eignung für die jeweilige Rechtsform, Eröffnungsgeschwindigkeit und Buchhaltungsfunktionen bewertet. Je nach Profil – Solo-Gründer, Team-Startup oder Kapitalgesellschaft – passt ein anderes Konto: Ein Geschäftskonto für Startups mit mehreren Gründern braucht andere Funktionen als das Startup-Geschäftskonto eines Solo-Selbstständigen.

1. Finom Solo — günstiger Einstieg für Freelancer & Einzelunternehmer

Finom Solo
0 €
Grundgebühr
350 € + 5 %
Bonus und Zinsaktion

Kostenloser Solo-Tarif für Freelancer und Einzelunternehmer mit Rechnungsstellung und schneller Online-Eröffnung. Wer den Onboarding-Prozess ab 23.09.2026 beginnt und das Konto bis 31.10.2026 aktiviert, kann 350 € Bonus erhalten; erforderlich sind jeweils 1.000 € berechtigte Kartenausgaben in den ersten beiden Monaten. Zusätzlich gelten 5 % p.a. für fünf Monate auf bis zu 10.000 € im Zinskonto, danach 0,5 % p.a., sowie sechs Monate unbegrenzte kostenlose SEPA-Überweisungen.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Kostenloser Einstiegstarif
  • 350 € Bonus bei jeweils 1.000 € berechtigten Kartenausgaben in den ersten beiden Monaten
  • 5 % p.a. für 5 Monate auf bis zu 10.000 €, danach 0,5 % p.a.
  • 6 Monate unbegrenzte kostenlose SEPA-Überweisungen
  • Rechnungsstellung direkt im Konto
  • Eine virtuelle Karte inklusive
  • DATEV- & Buchhaltungsanbindung
  • Eröffnung in wenigen Minuten
Nachteile
  • Keine Bargeldeinzahlung
  • UG & GmbH erst in höheren Tarifen

2. Qonto Basic — für UG & GmbH mit geringem Transaktionsvolumen

Qonto Basic
ab 9 €*
Grundgebühr
Ja
UG/GmbH in Gründung

Ein Einstiegskonto für UG und GmbH mit geringem Transaktionsvolumen: Qonto akzeptiert GmbH i.Gr. und UG i.Gr.: Jeder Gesellschafter zahlt seinen Anteil über eine temporäre IBAN ein, danach stellt Qonto in maximal 24 Stunden eine Einzahlungsbestätigung für das Notariat aus. Basic enthält 30 Überweisungen pro Monat, eine physische und zwei virtuelle Karten sowie DATEV-Synchronisierung. *9 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung von 108 €, jeweils zzgl. MwSt. Für umfangreiche Teamfunktionen ist ein passender höherer Tarif nötig.

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Vorteile
  • Akzeptiert UG & GmbH in Gründung
  • Einzahlungsbestätigung für den Notar in max. 24 Std.
  • 1 physische und 2 virtuelle Karten inklusive
  • 30 Überweisungen pro Monat & DATEV-Sync
  • 24/7-Kundenservice
Nachteile
  • Keine dauerhaft kostenlose Variante
  • Keine Bargeldeinzahlung

3. Vivid Business Free Start — kostenloser Einstieg auch für GmbH & UG

Vivid Business Free Start
0 €
Grundgebühr
Ja
für GmbH & UG

Kostenloser Einstieg, der auch von Kapitalgesellschaften genutzt werden kann – mit Cashback auf Kartenzahlungen und Unterkonten zum getrennten Verwalten von Rücklagen. Für GmbH i.G. und UG i.G. gibt es ein „Founder Account“: In der Gründungsphase sind nur Einzahlungen der Gesellschafter möglich, Business-Karten und das Zinskonto sind nicht verfügbar. Ausgehende Zahlungen sind auf ein anderes Konto derselben Gesellschaft oder zur Rückzahlung der Stammeinlage an die einzahlenden Gesellschafter beschränkt, und der Registerauszug muss innerhalb von drei Monaten ab Kontoeröffnung nachgereicht werden. Als Nachweis für das Notariat dient der Kontoauszug.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • 0 € Grundgebühr im Free-Start-Tarif
  • Auch für UG & GmbH geeignet
  • Cashback auf Kartenumsätze
  • Unterkonten für Rücklagen
  • Deutsche IBAN
Nachteile
  • Bargeld eingeschränkt
  • In der Gründungsphase keine Business-Karten und kein Zinskonto
  • Registerauszug innerhalb von 3 Monaten nötig
  • Erweiterte Funktionen kostenpflichtig

4. FYRST Base & Gründerkonto — mit Banknetz im Hintergrund

FYRST Base
0 €
natürliche Personen
6 €
ab Monat 7 für juristische Personen
Ja
Bargeld möglich

Digitales Gründerkonto im Deutsche-Bank-Umfeld mit Filial- und Bargeldzugang. Gewerbetreibende und Freiberufler zahlen dauerhaft 0 €; juristische Personen erhalten für das erste BASE Konto sechs Monate ohne Grundpreis, danach kostet es 6 €/Monat. Daneben gibt es das eigene FYRST Gründerkonto: 0 € Kontoführung im ersten Jahr, danach 10 € pro Monat, mit 75 Buchungsposten inklusive. Der Abschluss muss innerhalb eines Jahres nach der Unternehmensgründung erfolgen. Beide Konten sind auch für eine GmbH i.G. oder UG i.G. möglich; die Einzahlungsbestätigung für das Handelsregister stellt FYRST bereit.

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Vorteile
  • 0 € für natürliche Personen
  • 6 Monate 0 € für juristische Personen
  • Bargeld über Bankennetz
  • Für UG & GmbH geeignet
  • Deutsche Bank im Hintergrund
Nachteile
  • Eröffnung dauert länger als bei Fintechs
  • Weniger Buchhaltungs-Automatik

5. Holvi — stark bei Rechnungen und Buchhaltung

Holvi
ab 0 €
Grundgebühr
Ja
Rechnungstool

Auf Selbstständige mit Rechnungsbedarf zugeschnitten: Rechnungstool und Buchhaltung sind direkt ins Konto integriert. Praktisch für Freiberufler und Einzelunternehmer mit vielen Rechnungen.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Rechnungen & Buchhaltung integriert
  • Gut für Freiberufler
  • Einfache Bedienung
  • Kostenloser Einstiegstarif
Nachteile
  • Für Kapitalgesellschaften nur eingeschränkt
  • Bargeld eingeschränkt

6. Kontist Free — für Solo-Selbstständige mit Fokus auf Steuern

Kontist Free
0 €
Grundgebühr
Ja
Steuer-Automatik

Solo-Konto mit automatischer Steuerrücklage und Echtzeit-Steuerschätzung – ideal für Einzelunternehmer und Freelancer. Kontist akzeptiert auch GmbH, UG und Gesellschaften in Gründung.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Automatische Steuerrücklage
  • Echtzeit-Steuerschätzung
  • Kostenloser Tarif
  • Schnelle Online-Eröffnung
Nachteile
  • Nur 5 SEPA-Transaktionen inklusive
  • Keine Bargeldeinzahlung
Tipp: Einen vollständigen Überblick über alle getesteten Anbieter mit Gesamtkosten-Rechner finden Sie in unserem großen Geschäftskonto-Vergleich.

Timing

Geschäftskonto vor oder nach der Gründung eröffnen?

Ein Geschäftskonto vor Gründung der Gesellschaft gibt es nicht – wohl aber vor der Eintragung. Bei einer UG oder GmbH liegt die Kontoeröffnung zeitlich vor der Handelsregistereintragung: Nach der notariellen Beurkundung des Gesellschaftsvertrags eröffnen Sie ein Konto für die Gesellschaft „in Gründung" (Zusatz „i.G."). Erst auf dieses Konto wird das Stammkapital eingezahlt. Mit dem Einzahlungsnachweis (Bestätigung oder Kontoauszug) meldet der Notar die Gesellschaft zur Eintragung ins Handelsregister an. Nach der Eintragung wird das Konto auf die endgültige Firmierung umgestellt.

Als Einzelunternehmer oder Freiberufler sind Sie flexibler: Sie können das Geschäftskonto parallel zur Gewerbeanmeldung oder unmittelbar nach Aufnahme der Tätigkeit eröffnen. Ein Vorlauf ist hier nicht nötig, weil kein Stammkapital nachzuweisen ist. Ein Geschäftskonto vor der Gewerbeanmeldung ist dagegen nicht bei jedem Anbieter möglich, weil viele den Tätigkeitsnachweis schon bei der Eröffnung verlangen.

Wichtig für UG & GmbH: Achten Sie darauf, dass Ihr Anbieter Gesellschaften in Gründung akzeptiert und einen Einzahlungsnachweis für den Notar bereitstellt. Nicht jedes digitale Konto bietet das – Qonto, FYRST und Vivid akzeptieren Gesellschaften in Gründung, Qonto und FYRST stellen dafür eine Einzahlungsbestätigung aus.

Nach Rechtsform

Das passende Geschäftskonto nach Rechtsform

Welches Konto infrage kommt, hängt stark von Ihrer Rechtsform ab – vor allem bei Gesellschaften in Gründung gelten besondere Anforderungen.

Geschäftskonto für die UG (haftungsbeschränkt) in Gründung

Geschäftskonto UG in Gründung: Die UG benötigt ein Geschäftskonto, auf das die Stammeinlage eingezahlt wird. Das Stammkapital beträgt mindestens 1 €, muss aber vollständig eingezahlt werden – Sacheinlagen sind bei der UG unzulässig. In der Praxis ist ein höherer Betrag üblich, um die Anlaufkosten zu decken. Das Konto wird zunächst auf die „UG i.G." eröffnet; für den Notar wird die Einzahlung mit einer Bestätigung oder einem Kontoauszug nachgewiesen. Ein Konto für UG eröffnen Sie zunächst auf die Gesellschaft in Gründung – das UG-Konto eröffnen Sie also vor der Eintragung; passende UG-Geschäftskonto-Angebote gibt es bei Qonto, FYRST und Vivid.

Geschäftskonto für die GmbH in Gründung

Geschäftskonto GmbH in Gründung: Bei der GmbH beträgt das Mindeststammkapital 25.000 €. Vor der Anmeldung zum Handelsregister müssen mindestens 12.500 € eingezahlt sein, bei Bareinlagen zusätzlich je Einlage mindestens ein Viertel. Auch hier läuft die Einzahlung über das Konto der „GmbH i.G.". Um das Stammkapital einzahlen zu können, müssen Sie das GmbH-Konto eröffnen, bevor der Notar die Anmeldung zum Handelsregister einreicht. Wegen der höheren Beträge und der Prüfungen sollten Sie etwas Vorlauf einplanen. Achten Sie auf einen Anbieter, der juristische Personen und Gesellschaften in Gründung sauber unterstützt.

Stammkapital einzahlen: So läuft es bei den Anbietern

Der Ablauf ist überall ähnlich, die Nachweise unterscheiden sich:

Anbieter Gesellschaft in Gründung Nachweis für das Notariat Besonderheit
Qonto GmbH i.Gr. und UG i.Gr. Einzahlungsbestätigung, in max. 24 Std. Jeder Gesellschafter zahlt über eine temporäre IBAN ein; nach Upload der notariellen Handelsregister-Anmeldung wird das Konto freigeschaltet
FYRST GmbH i.G. und UG i.G. Einzahlungsbestätigung der Bank Gründerkonto im ersten Jahr ohne Grundpreis, Abschluss innerhalb eines Jahres nach Gründung
Vivid GmbH i.G. und UG i.G. („Founder Account“) Kontoauszug, auf Wunsch in mehreren Sprachen In der Gründungsphase nur Kapitaleinzahlungen der Gesellschafter, keine Business-Karten und kein Zinskonto; ausgehende Zahlungen nur auf ein anderes Konto derselben Gesellschaft oder zur Rückzahlung der Stammeinlage; Registerauszug innerhalb von 3 Monaten ab Kontoeröffnung

Wichtig in dieser Phase: Zwischen der notariellen Beurkundung und der Eintragung ins Handelsregister besteht die Gesellschaft als Vor-GmbH. Wer in dieser Zeit für sie handelt, haftet persönlich und gesamtschuldnerisch – Verträge und größere Ausgaben sollten Sie deshalb möglichst bis zur Eintragung zurückstellen.

Einzelunternehmen & Freiberufler

Ein Konto für Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit ist hier schnell erledigt: Es genügt ein einfaches Geschäfts- bzw. Geschäftsgirokonto ohne Stammkapital-Thematik. Wichtig sind niedrige Fixkosten und gute Buchhaltungsfunktionen. Konten wie Finom Solo, Kontist Free oder Holvi sind dafür gut geeignet. Mehr dazu auf unserer Seite Girokonto für Selbstständige und Freiberufler.

GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)

Gründen mehrere Personen gemeinsam eine GbR, ist ein gemeinschaftliches Geschäftskonto sinnvoll, auf das alle Gesellschafter Zugriff haben. Zur Eröffnung werden in der Regel der GbR-Vertrag und die Ausweise aller Gesellschafter benötigt. Anbieter mit Teamfunktionen wie Qonto sind hier praktisch.


Auswahlkriterien

Worauf Startups bei der Kontowahl achten sollten

Startups haben andere Prioritäten als etablierte Unternehmen. Diese Punkte sind in der Gründungsphase besonders wichtig:

Besonders wichtig für Gründer
  • Niedrige Fixkosten: in der Anlaufphase zählt jeder Euro – Konten ab 0 € Grundgebühr schonen die Liquidität
  • Schnelle Online-Eröffnung: Video- oder Foto-Ident statt Filialtermin
  • Teamkarten & Rollen: für Mitgründer und erste Mitarbeitende
  • Buchhaltung & DATEV: spart Zeit und Steuerberaterkosten
  • Eignung für die Rechtsform: insbesondere UG/GmbH in Gründung
Oft unterschätzt
  • Bargeld: viele Neo-Banken bieten keine oder nur kostenpflichtige Bareinzahlung
  • Transaktionslimits: Buchungen über dem Freikontingent kosten extra
  • Förderkredite: für KfW-Mittel ist teils eine Hausbank nötig
  • Unterkonten: hilfreich, um Steuerrücklagen zu trennen
  • Skalierbarkeit: lässt sich der Tarif mit dem Team mitwachsen?

Wer Förderung plant, sollte das Konto frühzeitig mitdenken: Für viele Programme der Gründungs- und KfW-Finanzierung wird die Auszahlung über eine Hausbank abgewickelt. Ein reines Neo-Bank-Konto schließt Förderung nicht aus, kann aber ein zweites Konto bei einer klassischen Bank nötig machen.


Kosten

Was kostet ein Geschäftskonto für Gründer?

Die Grundgebühr ist nur ein Teil der Rechnung. Für Gründer kommt es auf die Gesamtkosten im realen Nutzungsprofil an. Diese Posten werden häufig übersehen:

Transaktionskosten
Viele Tarife enthalten ein Freikontingent an Buchungen. Darüber hinaus wird pro Transaktion abgerechnet – bei hohem Buchungsvolumen summiert sich das schnell.
Bargeld
Ein- und Auszahlungen sind bei digitalen Anbietern oft kostenpflichtig oder gar nicht möglich. Gründer mit Bargeldbedarf sollten gezielt darauf achten.
Zusatzkarten
Die erste Karte ist meist inklusive. Weitere Team- oder Premiumkarten kosten bei vielen Anbietern extra – relevant, sobald mehrere Gründer Karten brauchen.
Fremdwährung
Zahlungen außerhalb der Eurozone können Währungsaufschläge auslösen – besonders relevant für Startups mit internationalen Tools und Lieferanten.

Solo-Gründer fahren mit einem kostenlosen Tarif meist gut. Sobald Team, Buchungsvolumen und Bargeldbedarf steigen, lohnt sich der Blick auf einen Tarif mit höherem Freikontingent. Die Kontoführungsgebühren sind übrigens vollständig als Betriebsausgabe absetzbar – mehr dazu unter Geschäftskonto-Kosten absetzen.


Ablauf

Geschäftskonto eröffnen: Ablauf & Checkliste

Ob Sie ein Firmenkonto eröffnen oder ein Konto für ein Einzelunternehmen: Bei digitalen Anbietern läuft die Eröffnung in wenigen Schritten ab:

  1. Anbieter & Tarif wählen: oben in der Tabelle nach Rechtsform und Anforderungen filtern.
  2. Online-Antrag ausfüllen: Name, Adresse, Unternehmensform und Steuernummer angeben.
  3. Per Video- oder Foto-Ident legitimieren: Personalausweis bereithalten – dauert meist nur wenige Minuten.
  4. Bei UG & GmbH: Gesellschaftsvertrag und – nach Eintragung – den Handelsregisterauszug hochladen.
  5. IBAN erhalten: bei Einzelunternehmern oft in 10–30 Minuten, bei Kapitalgesellschaften meist einige Werktage.
Unterlagen-Checkliste nach Rechtsform
Praxis-Tipp: Halten Sie alle Dokumente vor dem Start als PDF bereit und stellen Sie sicher, dass die Adresse auf dem Ausweis aktuell ist – das ist der häufigste Grund für Verzögerungen bei der Online-Legitimation.

Fazit

Fazit: Welches Konto für welche Gründung?

Die beste Bank für Existenzgründung gibt es nicht pauschal, und auch nicht das eine beste Gründerkonto – es gibt das passende für Ihr Profil. Solo-Gründer und Freelancer starten günstig mit Finom Solo, Kontist Free oder Holvi. Team-Startups sowie UG und GmbH – besonders in Gründung – sind mit Qonto, FYRST oder Vivid gut bedient, weil diese Gesellschaften in Gründung akzeptieren. Teamfunktionen hängen vom gewählten Tarif ab. Entscheidend sind niedrige Fixkosten in der Anlaufphase, eine schnelle Eröffnung und eine saubere Buchhaltungsanbindung.

Vergleichen Sie vor dem Abschluss die Gesamtkosten in Ihrem realen Nutzungsprofil – am einfachsten mit unserem Geschäftskonto-Vergleich inklusive Kostenrechner.



FAQ

Häufige Fragen zum Geschäftskonto für Gründer & Startups

Für Kapitalgesellschaften wie UG (haftungsbeschränkt), GmbH und AG ist ein Geschäftskonto faktisch Pflicht: Das Stammkapital muss auf ein Konto der Gesellschaft eingezahlt werden, bevor der Notar die Eintragung ins Handelsregister veranlasst. Einzelunternehmer und Freiberufler sind gesetzlich nicht verpflichtet, profitieren aber von der sauberen Trennung privater und geschäftlicher Finanzen.
Ein Gründerkonto ist ein Geschäftskonto, das gezielt auf die Bedürfnisse von Existenzgründern und Startups zugeschnitten ist: niedrige oder keine Grundgebühr in der Anfangsphase, schnelle Online-Eröffnung und Funktionen für Buchhaltung und Rechnungsstellung. Manche Banken vermarkten eigene Tarife unter diesem Namen, etwa das FYRST Gründerkonto.
Für Solo-Gründer und Freelancer ohne Bargeldbedarf eignen sich Geschäftskonten mit niedriger oder ohne Grundgebühr, zum Beispiel Finom Solo, Kontist Free oder Holvi. Team-Startups sowie UG und GmbH in Gründung sind mit Qonto, FYRST oder Vivid gut bedient, weil diese Anbieter Gesellschaften in Gründung akzeptieren. Teamfunktionen hängen vom gewählten Tarif ab. Ein privates Girokonto ist für die Selbstständigkeit meist keine gute Lösung, weil viele Banken die geschäftliche Nutzung in ihren AGB ausschließen.
Ja, vor der Handelsregistereintragung. Bei einer UG oder GmbH erfolgt die Kontoeröffnung nach der notariellen Beurkundung: Das Konto wird auf die Gesellschaft „in Gründung" (i.G.) eröffnet, damit das Stammkapital eingezahlt und dem Notar nachgewiesen werden kann. Viele digitale Anbieter wie Qonto akzeptieren Gesellschaften in Gründung. Einzelunternehmer können ein Geschäftskonto jederzeit eröffnen, auch parallel zur Gewerbeanmeldung.
Geeignet sind Anbieter, die juristische Personen und ausdrücklich Gesellschaften in Gründung akzeptieren und einen Nachweis der Stammkapitaleinzahlung für den Notar bereitstellen. Qonto und FYRST stellen eine Einzahlungsbestätigung aus, bei Vivid dient der Kontoauszug als Nachweis. Kontist akzeptiert ebenfalls GmbH und UG in Gründung.
Nach der notariellen Beurkundung eröffnen Sie das Konto auf die Gesellschaft in Gründung. Bei Qonto erhält jeder Gesellschafter eine temporäre IBAN und überweist seinen Anteil; ist das Stammkapital vollständig eingezahlt, stellt Qonto die Einzahlungsbestätigung in maximal 24 Stunden aus. FYRST bestätigt die Einzahlung ebenfalls, bei Vivid dient der Kontoauszug als Nachweis. Qonto schaltet das Konto nach Prüfung der hochgeladenen notariellen Handelsregister-Anmeldung frei, ohne die finale Eintragung abzuwarten. Bei Vivid bleibt die reguläre Nutzung bis zur Prüfung des Registerauszugs eingeschränkt; Überweisungen auf ein anderes Konto derselben Gesellschaft und Rückzahlungen der Stammeinlage an die einzahlenden Gesellschafter sind möglich.
Bei der GmbH beträgt das Mindeststammkapital 25.000 €; vor der Anmeldung zum Handelsregister müssen mindestens 12.500 € eingezahlt sein, bei Bareinlagen zusätzlich je Einlage mindestens ein Viertel. Bei der UG (haftungsbeschränkt) reicht 1 € Stammkapital, es muss aber vollständig eingezahlt werden, und Sacheinlagen sind unzulässig. Die Einzahlung erfolgt immer auf das Konto der Gesellschaft in Gründung.
Einzelunternehmer und Freiberufler benötigen in der Regel Personalausweis und Gewerbeanmeldung bzw. Nachweis der freiberuflichen Tätigkeit sowie die Steuernummer. Für UG und GmbH kommen Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste und gegebenenfalls der Handelsregisterauszug hinzu. Bei einer Gesellschaft in Gründung reicht zunächst der notarielle Gesellschaftsvertrag.
Bei digitalen Anbietern ist die Eröffnung für Einzelunternehmer oft in 10 bis 30 Minuten per Video- oder Foto-Ident abgeschlossen. Bei Kapitalgesellschaften dauert es wegen der zusätzlichen Unterlagen und Prüfungen meist einige Werktage. Klassische Filialbanken brauchen in der Regel länger.
Es gibt kostenlose Einstiegstarife ab 0 € Grundgebühr, vor allem für Solo-Gründer. Mit Teamkarten, mehr Buchungen, Bargeldnutzung und Zusatzfunktionen steigen die monatlichen Gesamtkosten. Entscheidend ist nicht die Grundgebühr allein, sondern das gesamte Nutzungsprofil des Startups.
Nein. Freiberufler sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Viele Banken untersagen die gewerbliche Nutzung eines privaten Girokontos jedoch in ihren AGB, und ein separates Konto erleichtert Buchhaltung und Steuererklärung erheblich.
Einige Anbieter eröffnen Geschäftskonten auf Guthabenbasis auch ohne klassische Schufa-Prüfung oder mit eingeschränkter Bonitätsprüfung. Das kann für Gründer mit negativen Schufa-Einträgen relevant sein. Details dazu finden Sie auf unserer Seite zum Geschäftskonto ohne Schufa.