Konten für Gründer, Startups & Gesellschaften in Gründung

Geschäftskonto für Gründer & Startups – Vergleich & Test 2026

Welches Geschäftskonto passt zu Ihrer Gründung? Wir vergleichen die besten Konten für Einzelunternehmer, Freelancer, Startups sowie UG und GmbH in Gründung – mit Fokus auf niedrige Fixkosten, schnelle Online-Eröffnung und Buchhaltung.

Kostenlos & ohne Anmeldung 6 Anbieter für Gründer getestet
Redakteurin
Zuletzt aktualisiert: 3. Juli 2026
Lesezeit: ca. 9 Minuten
0 €
ab Grundgebühr
für Solo-Gründer
ab 10 Min
Online-
Eröffnung
UG & GmbH
auch in
Gründung
DATEV
Buchhaltung
integriert
6
Anbieter im
Gründer-Test

Geschäftskonten für Gründer & Startups Juli 2026

Vergleichen Sie Grundgebühr, Transaktionskosten und Abhebungsgebühren – speziell für Gründer, Startups und Gesellschaften in Gründung.

Rechtsform
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6 von 6 Geschäftskonten
Stand: 3. Juli 2026
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Anbieter GrundgebühriMonatliche Kontoführungsgebühr des Tarifs. Zusätzliche Nutzungskosten werden separat in den Gesamtkosten berechnet. AktioniAktuelle Bonus-, Zins- oder Gebührenaktionen. Bedingungen und Laufzeiten können je Anbieter variieren. Ohne SchufaiZeigt, ob die Kontoeröffnung typischerweise ohne klassische Schufa-Prüfung möglich ist. Rechtsformen AbhebungiZeigt die Konditionen für Bargeldabhebungen, soweit im Vergleich berücksichtigt. Gesamtkosten*iGrundgebühr plus Transaktionskosten und Abhebungsgebühren gemäß Ihren Eingaben im Kostenrechner. CashbackiRückvergütung auf Kartenumsätze, wenn im Tarif vorgesehen. Bedingungen unterscheiden sich je Anbieter. DATEV Buchhaltung International Weiter
* Gesamtkosten: Grundgebühr + Transaktionskosten + Abhebungsgebühren gemäß Ihren Eingaben im Kostenrechner. Redaktionelle Auswahl, Angaben ohne Gewähr. Bei Kontoeröffnung über unsere Links erhält Firmendo ggf. eine Vergütung.
So lesen Sie den Vergleich:
Auf Gründer & Startups zugeschnitten Eignung für UG & GmbH in Gründung Unabhängig recherchiert Laufend aktualisiert

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht je nach Rechtsform: UG, GmbH und AG brauchen zwingend ein Geschäftskonto – das Stammkapital muss vor dem Handelsregistereintrag eingezahlt werden. Einzelunternehmer und Freiberufler sind frei, fahren mit einem eigenen Konto aber besser.
  • Für Solo-Gründer oft kostenlos: Konten wie Finom Solo, Kontist Free oder Vivid Business Free Start starten bei 0 € Grundgebühr.
  • Für UG & GmbH in Gründung: Qonto, FYRST und Vivid akzeptieren Gesellschaften in Gründung und stellen eine Einzahlungsbestätigung für den Notar aus.
  • Worauf es ankommt: niedrige Fixkosten in der Anlaufphase, schnelle Online-Eröffnung, Teamkarten und eine saubere Buchhaltungs- bzw. DATEV-Anbindung.

Grundlagen

Brauchen Gründer und Startups ein Geschäftskonto?

Ob ein Geschäftskonto Pflicht ist, hängt von Ihrer Rechtsform ab. Für Kapitalgesellschaften – also UG (haftungsbeschränkt), GmbH und AG – ist es faktisch zwingend: Das Stammkapital muss auf ein Konto der Gesellschaft eingezahlt werden, und ohne diesen Nachweis veranlasst der Notar keine Eintragung ins Handelsregister. Eine private oder gemischte Kontoführung ist hier rechtlich nicht zulässig, weil die Gesellschaft als juristische Person ein eigenes Vermögen führt.

Für Einzelunternehmer und Freiberufler gibt es dagegen keine gesetzliche Pflicht. Trotzdem ist ein separates Konto in fast allen Fällen sinnvoll: Viele Banken untersagen die gewerbliche Nutzung privater Girokonten in ihren AGB, und die saubere Trennung von privaten und geschäftlichen Buchungen erleichtert Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldung und eine spätere Betriebsprüfung erheblich.

Kurz gesagt: UG, GmbH und AG müssen ein Geschäftskonto eröffnen. Für Einzelunternehmer und Freelancer ist es freiwillig, aber dringend zu empfehlen – schon aus steuerlichen und organisatorischen Gründen.

Anbieter im Test

Die besten Geschäftskonten für Gründer & Startups im Detail

Wir haben die für Gründer relevantesten Anbieter nach Fixkosten, Eignung für die jeweilige Rechtsform, Eröffnungsgeschwindigkeit und Buchhaltungsfunktionen bewertet. Je nach Profil – Solo-Gründer, Team-Startup oder Kapitalgesellschaft – passt ein anderes Konto.

1. Finom Solo — günstiger Einstieg für Freelancer & Einzelunternehmer

Finom Solo
0 €
Grundgebühr
ab 10 Min
Eröffnung

Kostenloser Solo-Tarif für Freelancer und Einzelunternehmer mit Rechnungsstellung, Cashback auf Kartenzahlungen und schneller Online-Eröffnung. Ein starker, günstiger Start in die Selbstständigkeit.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Kostenloser Einstiegstarif
  • Rechnungsstellung direkt im Konto
  • Cashback auf Kartenumsätze
  • DATEV- & Buchhaltungsanbindung
  • Eröffnung in wenigen Minuten
Nachteile
  • Keine Bargeldeinzahlung
  • UG & GmbH erst in höheren Tarifen

2. Qonto Starter — die Lösung für Team-Startups, UG & GmbH

Qonto Starter
ab 9 €
Grundgebühr
Ja
UG/GmbH in Gründung

Das passende Konto für Team-Startups und Kapitalgesellschaften: Qonto akzeptiert ausdrücklich Gesellschaften in Gründung und stellt die Einzahlungsbestätigung für den Notar aus – inklusive Teamkarten und DATEV-Export.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Akzeptiert UG & GmbH in Gründung
  • Einzahlungsbestätigung für den Notar
  • Teamkarten & Rollen
  • Ausgabenlimits & DATEV-Export
  • Ideal für mehrere Gründer
Nachteile
  • Keine dauerhaft kostenlose Variante
  • Bargeld nur über Partner

3. Vivid Business Free Start — kostenloser Einstieg auch für GmbH & UG

Vivid Business Free Start
0 €
Grundgebühr
Ja
für GmbH & UG

Kostenloser Einstieg, der auch von Kapitalgesellschaften genutzt werden kann – mit Cashback auf Kartenzahlungen und Unterkonten zum getrennten Verwalten von Rücklagen. Attraktiv für budgetbewusste Gründer.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • 0 € Grundgebühr im Free-Start-Tarif
  • Auch für UG & GmbH geeignet
  • Cashback auf Kartenumsätze
  • Unterkonten für Rücklagen
  • Deutsche IBAN
Nachteile
  • Bargeld eingeschränkt
  • Erweiterte Funktionen kostenpflichtig

4. FYRST Base — das Gründerkonto mit Banknetz im Hintergrund

FYRST Base
0 €
Grundgebühr
Ja
Bargeld möglich

Digitales Gründerkonto einer Tochter der Deutschen Bank – mit Zugang zu einem Filial- und Bargeldnetz und dem Rückhalt einer klassischen Bank. Geeignet auch für UG und GmbH.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Kostenloser Gründertarif
  • Bargeld über Bankennetz
  • Für UG & GmbH geeignet
  • Deutsche Bank im Hintergrund
Nachteile
  • Eröffnung dauert länger als bei Fintechs
  • Weniger Buchhaltungs-Automatik

5. Holvi — stark bei Rechnungen und Buchhaltung

Holvi
ab 0 €
Grundgebühr
Ja
Rechnungstool

Auf Selbstständige mit Rechnungsbedarf zugeschnitten: Rechnungstool und Buchhaltung sind direkt ins Konto integriert. Praktisch für Freiberufler und Einzelunternehmer mit vielen Rechnungen.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Rechnungen & Buchhaltung integriert
  • Gut für Freiberufler
  • Einfache Bedienung
  • Kostenloser Einstiegstarif
Nachteile
  • Für Kapitalgesellschaften nur eingeschränkt
  • Bargeld eingeschränkt

6. Kontist Free — für Solo-Selbstständige mit Fokus auf Steuern

Kontist Free
0 €
Grundgebühr
Ja
Steuer-Automatik

Solo-Konto mit automatischer Steuerrücklage und Echtzeit-Steuerschätzung – ideal für Einzelunternehmer und Freelancer. Für UG und GmbH ist Kontist nicht vorgesehen.

Jetzt eröffnen →
Vorteile
  • Automatische Steuerrücklage
  • Echtzeit-Steuerschätzung
  • Kostenloser Tarif
  • Schnelle Online-Eröffnung
Nachteile
  • Nicht für UG & GmbH
  • Keine Bargeldeinzahlung
Tipp: Einen vollständigen Überblick über alle getesteten Anbieter mit Gesamtkosten-Rechner finden Sie in unserem großen Geschäftskonto-Vergleich.

Timing

Geschäftskonto vor oder nach der Gründung eröffnen?

Bei einer UG oder GmbH liegt die Kontoeröffnung zeitlich vor der eigentlichen Gründung: Nach der notariellen Beurkundung des Gesellschaftsvertrags eröffnen Sie ein Konto für die Gesellschaft „in Gründung" (Zusatz „i.G."). Erst auf dieses Konto wird das Stammkapital eingezahlt. Mit der Einzahlungsbestätigung der Bank meldet der Notar die Gesellschaft zur Eintragung ins Handelsregister an. Nach der Eintragung wird das Konto auf die endgültige Firmierung umgestellt.

Als Einzelunternehmer oder Freiberufler sind Sie flexibler: Sie können das Geschäftskonto parallel zur Gewerbeanmeldung oder unmittelbar nach Aufnahme der Tätigkeit eröffnen. Ein Vorlauf ist hier nicht nötig, weil kein Stammkapital nachzuweisen ist.

Wichtig für UG & GmbH: Achten Sie darauf, dass Ihr Anbieter Gesellschaften in Gründung akzeptiert und eine Einzahlungsbestätigung ausstellt. Nicht jedes digitale Konto bietet das – Qonto, FYRST und Vivid gehören zu den Anbietern, die hier geeignet sind.

Nach Rechtsform

Das passende Geschäftskonto nach Rechtsform

Welches Konto infrage kommt, hängt stark von Ihrer Rechtsform ab – vor allem bei Gesellschaften in Gründung gelten besondere Anforderungen.

UG (haftungsbeschränkt) in Gründung

Die UG benötigt ein Geschäftskonto, auf das die Stammeinlage eingezahlt wird. Das Mindeststammkapital beträgt 1 € pro Gesellschafter, in der Praxis ist ein höherer Betrag üblich, um die Anlaufkosten zu decken. Das Konto wird zunächst auf die „UG i.G." eröffnet; die Bank stellt die Einzahlungsbestätigung für den Notar aus. Geeignet sind Anbieter wie Qonto, FYRST und Vivid.

GmbH in Gründung

Bei der GmbH beträgt das Mindeststammkapital 25.000 €, von dem bei der Gründung mindestens 12.500 € eingezahlt werden müssen. Auch hier läuft die Einzahlung über das Konto der „GmbH i.G.". Wegen der höheren Beträge und der Prüfungen sollten Sie etwas Vorlauf einplanen. Achten Sie auf einen Anbieter, der juristische Personen und Gesellschaften in Gründung sauber unterstützt.

Einzelunternehmen & Freiberufler

Hier genügt ein einfaches Geschäfts- bzw. Geschäftsgirokonto ohne Stammkapital-Thematik. Wichtig sind niedrige Fixkosten und gute Buchhaltungsfunktionen. Konten wie Finom Solo, Kontist Free oder Holvi sind dafür gut geeignet. Mehr dazu auf unserer Seite Girokonto für Selbstständige und Freiberufler.

GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)

Gründen mehrere Personen gemeinsam eine GbR, ist ein gemeinschaftliches Geschäftskonto sinnvoll, auf das alle Gesellschafter Zugriff haben. Zur Eröffnung werden in der Regel der GbR-Vertrag und die Ausweise aller Gesellschafter benötigt. Anbieter mit Teamfunktionen wie Qonto sind hier praktisch.


Auswahlkriterien

Worauf Startups bei der Kontowahl achten sollten

Startups haben andere Prioritäten als etablierte Unternehmen. Diese Punkte sind in der Gründungsphase besonders wichtig:

Besonders wichtig für Gründer
  • Niedrige Fixkosten: in der Anlaufphase zählt jeder Euro – Konten ab 0 € Grundgebühr schonen die Liquidität
  • Schnelle Online-Eröffnung: Video- oder Foto-Ident statt Filialtermin
  • Teamkarten & Rollen: für Mitgründer und erste Mitarbeitende
  • Buchhaltung & DATEV: spart Zeit und Steuerberaterkosten
  • Eignung für die Rechtsform: insbesondere UG/GmbH in Gründung
Oft unterschätzt
  • Bargeld: viele Neo-Banken bieten keine oder nur kostenpflichtige Bareinzahlung
  • Transaktionslimits: Buchungen über dem Freikontingent kosten extra
  • Förderkredite: für KfW-Mittel ist teils eine Hausbank nötig
  • Unterkonten: hilfreich, um Steuerrücklagen zu trennen
  • Skalierbarkeit: lässt sich der Tarif mit dem Team mitwachsen?

Wer Förderung plant, sollte das Konto frühzeitig mitdenken: Für viele Programme der Gründungs- und KfW-Finanzierung wird die Auszahlung über eine Hausbank abgewickelt. Ein reines Neo-Bank-Konto schließt Förderung nicht aus, kann aber ein zweites Konto bei einer klassischen Bank nötig machen.


Kosten

Was kostet ein Geschäftskonto für Gründer?

Die Grundgebühr ist nur ein Teil der Rechnung. Für Gründer kommt es auf die Gesamtkosten im realen Nutzungsprofil an. Diese Posten werden häufig übersehen:

Transaktionskosten
Viele Tarife enthalten ein Freikontingent an Buchungen. Darüber hinaus wird pro Transaktion abgerechnet – bei hohem Buchungsvolumen summiert sich das schnell.
Bargeld
Ein- und Auszahlungen sind bei digitalen Anbietern oft kostenpflichtig oder gar nicht möglich. Gründer mit Bargeldbedarf sollten gezielt darauf achten.
Zusatzkarten
Die erste Karte ist meist inklusive. Weitere Team- oder Premiumkarten kosten bei vielen Anbietern extra – relevant, sobald mehrere Gründer Karten brauchen.
Fremdwährung
Zahlungen außerhalb der Eurozone können Währungsaufschläge auslösen – besonders relevant für Startups mit internationalen Tools und Lieferanten.

Solo-Gründer fahren mit einem kostenlosen Tarif meist gut. Sobald Team, Buchungsvolumen und Bargeldbedarf steigen, lohnt sich der Blick auf einen Tarif mit höherem Freikontingent. Die Kontoführungsgebühren sind übrigens vollständig als Betriebsausgabe absetzbar – mehr dazu unter Geschäftskonto-Kosten absetzen.


Ablauf

Geschäftskonto eröffnen: Ablauf & Checkliste

Bei digitalen Anbietern läuft die Eröffnung in wenigen Schritten ab:

  1. Anbieter & Tarif wählen: oben in der Tabelle nach Rechtsform und Anforderungen filtern.
  2. Online-Antrag ausfüllen: Name, Adresse, Unternehmensform und Steuernummer angeben.
  3. Per Video- oder Foto-Ident legitimieren: Personalausweis bereithalten – dauert meist nur wenige Minuten.
  4. Bei UG & GmbH: Gesellschaftsvertrag und – nach Eintragung – den Handelsregisterauszug hochladen.
  5. IBAN erhalten: bei Einzelunternehmern oft in 10–30 Minuten, bei Kapitalgesellschaften meist einige Werktage.
Unterlagen-Checkliste nach Rechtsform
Praxis-Tipp: Halten Sie alle Dokumente vor dem Start als PDF bereit und stellen Sie sicher, dass die Adresse auf dem Ausweis aktuell ist – das ist der häufigste Grund für Verzögerungen bei der Online-Legitimation.

Fazit

Fazit: Welches Konto für welche Gründung?

Es gibt nicht das eine beste Gründerkonto, sondern das passende für Ihr Profil. Solo-Gründer und Freelancer starten günstig mit Finom Solo, Kontist Free oder Holvi. Team-Startups sowie UG und GmbH – besonders in Gründung – sind mit Qonto, FYRST oder Vivid gut bedient, weil diese Gesellschaften in Gründung akzeptieren und Teamfunktionen bieten. Entscheidend sind niedrige Fixkosten in der Anlaufphase, eine schnelle Eröffnung und eine saubere Buchhaltungsanbindung.

Vergleichen Sie vor dem Abschluss die Gesamtkosten in Ihrem realen Nutzungsprofil – am einfachsten mit unserem Geschäftskonto-Vergleich inklusive Kostenrechner.



FAQ

Häufige Fragen zum Geschäftskonto für Gründer & Startups

Für Kapitalgesellschaften wie UG (haftungsbeschränkt), GmbH und AG ist ein Geschäftskonto faktisch Pflicht: Das Stammkapital muss auf ein Konto der Gesellschaft eingezahlt werden, bevor der Notar die Eintragung ins Handelsregister veranlasst. Einzelunternehmer und Freiberufler sind gesetzlich nicht verpflichtet, profitieren aber von der sauberen Trennung privater und geschäftlicher Finanzen.
Ein Gründerkonto ist ein Geschäftskonto, das gezielt auf die Bedürfnisse von Existenzgründern und Startups zugeschnitten ist: niedrige oder keine Grundgebühr in der Anfangsphase, schnelle Online-Eröffnung und Funktionen für Buchhaltung und Rechnungsstellung. Manche Banken vermarkten eigene Tarife unter diesem Namen, etwa das FYRST Gründerkonto.
Ja. Bei einer UG oder GmbH ist genau das sogar nötig: Das Konto wird auf die Gesellschaft „in Gründung" (i.G.) eröffnet, damit das Stammkapital eingezahlt und dem Notar nachgewiesen werden kann. Viele digitale Anbieter wie Qonto akzeptieren Gesellschaften in Gründung. Einzelunternehmer können ein Geschäftskonto jederzeit eröffnen, auch parallel zur Gewerbeanmeldung.
Geeignet sind Anbieter, die juristische Personen und ausdrücklich Gesellschaften in Gründung akzeptieren und eine Einzahlungsbestätigung für den Notar ausstellen. Dazu zählen unter anderem Qonto, FYRST und Vivid. Reine Solo-Konten für Einzelunternehmer (z. B. Kontist) sind dafür meist nicht geeignet.
Bei der GmbH beträgt das Mindeststammkapital 25.000 €, von dem bei der Gründung mindestens die Hälfte (12.500 €) eingezahlt werden muss. Bei der UG (haftungsbeschränkt) genügt 1 € pro Gesellschafter, üblich ist jedoch ein höherer Betrag. Die Einzahlung erfolgt auf das Konto der Gesellschaft in Gründung.
Einzelunternehmer und Freiberufler benötigen in der Regel Personalausweis und Gewerbeanmeldung bzw. Nachweis der freiberuflichen Tätigkeit sowie die Steuernummer. Für UG und GmbH kommen Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste und gegebenenfalls der Handelsregisterauszug hinzu. Bei einer Gesellschaft in Gründung reicht zunächst der notarielle Gesellschaftsvertrag.
Bei digitalen Anbietern ist die Eröffnung für Einzelunternehmer oft in 10 bis 30 Minuten per Video- oder Foto-Ident abgeschlossen. Bei Kapitalgesellschaften dauert es wegen der zusätzlichen Unterlagen und Prüfungen meist einige Werktage. Klassische Filialbanken brauchen in der Regel länger.
Es gibt kostenlose Einstiegstarife ab 0 € Grundgebühr, vor allem für Solo-Gründer. Mit Teamkarten, mehr Buchungen, Bargeldnutzung und Zusatzfunktionen steigen die monatlichen Gesamtkosten. Entscheidend ist nicht die Grundgebühr allein, sondern das gesamte Nutzungsprofil des Startups.
Nein. Freiberufler sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Viele Banken untersagen die gewerbliche Nutzung eines privaten Girokontos jedoch in ihren AGB, und ein separates Konto erleichtert Buchhaltung und Steuererklärung erheblich.
Einige Anbieter eröffnen Geschäftskonten auf Guthabenbasis auch ohne klassische Schufa-Prüfung oder mit eingeschränkter Bonitätsprüfung. Das kann für Gründer mit negativen Schufa-Einträgen relevant sein. Details dazu finden Sie auf unserer Seite zum Geschäftskonto ohne Schufa.