Das Wichtigste zur Fidor Bank 2026 auf einen Blick
- Die Fidor Bank AG hat ihren Betrieb eingestellt. Das Geschäftskonto und alle weiteren Produkte sind nicht mehr verfügbar. Neukunden können kein Fidor-Konto mehr eröffnen.
- Fidor war eine 2009 in München gegründete Direktbank — eine der ersten vollständig digitalen Banken in Deutschland. Bekannt für das „Banking with Friends"-Konzept, Community-Features und eine frühe Open-Banking-Philosophie.
- 2016 wurde Fidor von der französischen BPCE-Gruppe übernommen. Der operative Geschäftsbetrieb wurde 2023 beendet; die Banklizenz wurde zum 1. Februar 2025 aufgegeben.
- Ehemalige Fidor-Kunden: Einlagen unterlagen grundsätzlich dem gesetzlichen Schutzrahmen. Welche Stellen in Einzelfällen zuständig sind, ergibt sich aus den veröffentlichten Hinweisen der beteiligten Institutionen.
- Mögliche Alternativen 2026 sind unter anderem Finom, Holvi, FYRST und Qonto. Unterschiede bestehen vor allem bei Preisstruktur, Buchhaltungsfunktionen, Bargeldeinzahlung und Eignung für verschiedene Rechtsformen. Direkt zum Vergleich →
Was war die Fidor Bank?
Die Fidor Bank AG war eine 2009 in München gegründete Direktbank und gehörte zu den Pionieren des digitalen Bankings in Deutschland. Mit dem Slogan „Banking with Friends" setzte Fidor früh auf Community-Elemente, transparente Konditionen und offene Schnittstellen (API-Banking) — Konzepte, die damals revolutionär waren und heute zum Industrie-Standard gehören.
Das Geschäftskonto richtete sich an Freelancer, Selbstständige und kleine Unternehmen und überzeugte durch günstige Transaktionskosten, eine vollständig digitale Kontoeröffnung und ein aktives Community-Forum, in dem Zinssätze teils durch Community-Abstimmungen festgelegt wurden.
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2009Gründung in MünchenFidor Bank AG erhält BaFin-Vollbanklizenz und startet als eine der ersten vollständig digitalen Banken Deutschlands. Das Community-Konzept „Banking with Friends" wird eingeführt.
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2012–2015Wachstum und internationale ExpansionFidor wächst auf mehrere Hunderttausend Kunden, expandiert nach Großbritannien und wird als Vorreiter des Open-Banking in Europa anerkannt. Das Geschäftskonto wird um Businessfunktionen erweitert.
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2016Übernahme durch BPCE (Natixis)Die französische Bankengruppe BPCE übernimmt Fidor für rund 140 Millionen Euro. Der ursprüngliche Spirit des Fintechs beginnt sich zu verlieren, strategische Richtungskonflikte entstehen.
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2019–2021Stagnierende EntwicklungFidor verliert an Dynamik gegenüber neuen Wettbewerbern wie N26, Qonto und Holvi. Produktinnovationen bleiben aus, die UK-Aktivitäten werden reduziert.
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2022–2023BaFin-Aufsichtsmaßnahmen & EinstellungDie BaFin verhängt Maßnahmen gegen Fidor aufgrund regulatorischer Mängel. Der Bankbetrieb wird schrittweise eingestellt. Kunden werden aufgefordert, Konten zu schließen und Guthaben abzuziehen.
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2023Betrieb eingestelltFidor existiert nicht mehr als operierendes Kreditinstitut. Die Seite dient als Archiv für historische Produktinformationen und Orientierung für ehemalige Kunden.
Frühere Konditionen — nur zur Orientierung
Die folgenden Angaben sind historisch und beziehen sich auf die letzten bekannten Konditionen des Fidor Geschäftskontos vor der Einstellung. Sie dienen ausschließlich zur Einordnung — ein Konto kann nicht mehr eröffnet werden.
| Merkmal | Konditionen | Bewertung |
|---|---|---|
| Grundgebühr | 0 € / Monat (Basis) | ✓ Kostenlos |
| Kontoart | Digitales Geschäftskonto mit DE-IBAN | ✓ Echter Firmenfokus |
| Geeignete Rechtsformen | Freelancer, Selbstständige, kleine Unternehmen | Neutral |
| API-Banking | Ja, über FidorOS Plattform | ✓ Innovativ |
| Bargeldeinzahlung | Nicht zentraler Produktfokus | ✗ Eingeschränkt |
| Einlagensicherung | Bis 100.000 € (EdB) | ✓ Vollbank-Schutz |
| Rechnungsstellung | Nicht integriert | ✗ Kein Banking-Tool |
| Neue Kontoeröffnung | Nicht mehr möglich | ✗ Eingestellt |
Mögliche Fidor-Alternativen 2026
Wer heute ein digitales Geschäftskonto sucht, findet hier drei Anbieter mit digitaler Kontoeröffnung und unterschiedlichen Schwerpunkten bei Preis, Buchhaltung, Bargeld und Unternehmensgröße.
Digitale Business-Lösung mit Rechnungsstellung, Buchhaltungsintegrationen und Cashback. Relevant vor allem für Solo-Selbstständige und kleine Teams, je nach gewünschtem Tarif und Funktionsumfang.
Finom im Test →FYRST verbindet digitales Banking mit klassischer Bankinfrastruktur. Relevant ist das Angebot vor allem dann, wenn auch Bargeldeinzahlung und ein banknahes Modell wichtig sind.
FYRST im Test →
Holvi kombiniert digitale Kontoeröffnung mit Rechnungsstellung und Buchhaltungsfunktionen. Das Angebot richtet sich vor allem an Freelancer und kleinere Unternehmen mit Fokus auf Verwaltungs- und Rechnungsthemen.
Holvi im Test →Alle Konten im großen Überblick: Geschäftskonto-Vergleich 2026 →
Fidor vs. Alternativen im Vergleich
Die Tabelle zeigt zentrale Merkmale der genannten Anbieter im direkten Vergleich — inklusive historischer Fidor-Daten zur Einordnung.
| Merkmal | Fidor (historisch) |
Finom | Holvi | FYRST | Qonto |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundgebühr ab | 0 € | je nach Tarif | 0 € | 0 € für natürliche Personen | 9 € |
| Firmenname möglich | ✗ Nein | ✓ Ja | ✓ Ja | ✓ Ja | ✓ Ja |
| Geeignete Rechtsformen | Nur nat. Person | Selbstständige, Freiberufler, EU/e.K., GbR, UG/GmbH, KG/oHG, AG, PartG | Selbstständige, Freiberufler, EU/e.K., (e)GbR, UG/GmbH, KG/oHG, GmbH & Co. KG | Selbstständige, Freiberufler, Gewerbe/e.K., GbR, UG/GmbH, KG/oHG, GmbH & Co. KG | Selbstständige, Freiberufler, e.K., (e)GbR, UG/GmbH i.G., KG/oHG, AG/KGaA, PartG |
| DATEV- Schnittstelle | ✗ Nein | ✓ Ja | +3 €/Monat | Zubuchbar / Premium inkl. | Ab Smart |
| Rechnungsstellung | ✗ Nein | ✓ Ja | ✓ Ja | ✗ Nein | ✓ Ja |
| Bargeldeinzahlung | Nur München | ✗ Nein | ✗ Nein | ✓ Postbank | ✗ Nein |
| Lastschrifteinzug | ✗ Nein | ✓ Ja | ✓ Ja | ✓ Ja | ✓ Ja |
| Besonders passend für | Solo- Selbständige | Buchhaltung & Freelancer | Bargeld & Filialnähe | Teams & GmbH | |
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